Brembo: Keramikbremsen

Ferrari fährt Brembo. Das neue Premiummodell Enzo Ferrari wird serienmäßig mit der CCM (Keramik-Verbundstoff-Bremsscheibe) ausgestattet. Das Unternehmen entwickelt seit über 40 Jahren Hochleistungsbremsen für zwei große Bereiche. In der Produktreihe „Sport“ werden Bremsen speziell für den Einsatz im Motorsport gefertigt. Die zweite Produktreihe nennt sich „Gran Turismo“, sie ist speziell abgewandelt für die Verwendung an Serienfahrzeugen. Seit 1975 ist die Marke Brembo im Motorsport vertreten und gehört mittlerweile zu den führenden Herstellern auf diesem Gebiet. Zur Zeit wird unter anderen der F 2002 von Michael Schumacher und Rubens Barrichello mit Brembo ausgestattet.

CCM-Keramikbremsscheiben von Brembo
Bei der Produktion der CCM-Bremsscheiben orientierte man sich an den Herstellungsverfahren der Bremsanlage CCR des F 2002. Die Brembo CCR ist eine reine Kohlenfaserbremsscheibe, sie legte den Grundstein für die weitere Entwicklung der CCM-Bremsscheibe. Keramikbremsscheiben bringen eine Gewichtsersparnes von mehr als 30 Prozent, das gibt dem Fahrzeug bei sportlichen Fahrten ein dynamisches und komfortables Fahrverhalten. Der Keramikverbundstoff garantiert auch unter extremen Bedingungen (Hitze, Kälte, Nässe) einen stabilen Reibwert. Die Haltbarkeit der Brembo CCM ist mit der Lebensdauer eines Fahrzeugs gleichzusetzen.
Die Keramikverbundstoff-Bremsscheiben sind thermisch extrem belastbar. Im Vergleich zur Graugussscheibe nimmt sie zwar schneller mehr Wärme auf - durch die deutlich niedrigere Dichte -, kann sie aber wiederum wesentlich schneller abführen. Diese besondere Eigenschaft garantiert bei sehr häufigen Bremsvorgängen mit hoher Bremsleistung einen kontinuierlichen Reibwert.
Der Keramikverbundstoff ist für die Montage an der Radnabe nicht geeignet, darum sitz Im inneren Teil der Bremsscheibe eine Metallglocke, die bei der Produktion mit den äußeren Reibflächen verbunden wird.. Diese Komponenten haben unterschiedliche Wärmeausdehnungen. Die Verbindung ist so konstruiert, dass die Reibflächen bei unterschiedlichen Wärmeausdehnungen auf dem Metallkörper gleiten können.

Formel 1 Technologie auch bei den Bremssätteln
Beim Enzo wurde auch die Technologie der Bremssättel aus der Formel 1 übernommen. Sie garantieren eine hohe Festigkeit Das ist wichtig, weil bei starken Bremsvorgängen die Bremskolben einen hohen Druck auf den Bremssattel übertragen. Die Festigkeit wird durch Monobloc-Bremssättel ermöglicht, sie sind aus einem Stück gegossen (Aluminium) und nicht aus zwei Teilen zusammengesetzt, wie bei herkömmlichen Serienbremsen.
Die vorderen Bremssättel des Enzo beeinhalten pro Seite drei Bremskolben. Sie haben unterschiedliche Durchmesser, um eine gleichmäßige Abnutzung des Bremsbelags zu gewährleisten – Bremsbeläge nutzen immer an der oberen Kante schneller ab, da in diesem Bereich die Bremsscheibe zuerst auf den Belag trifft. Die hinteren Bremssättel haben zwei Kolben je Seite und auch sie sind für einen gleichmäßigen Verschleiß abgestimmt. Die Hitze am Bremsbelag wird mit Hilfe von Bohrungen am Bremskolben über die Bremsflüssigkeit abgeleitet. Der Verbundstoff der Bremsbeläge wurde so zusammengestellt, daß er mit dem der Keramikbremsscheiben harmoniert und somit eine optimale Bremsleistung erzielt. Die Bremsbeläge haben etwa die zweifache Lebensdauer von herkömmlichen Belägen.

Kontakt:
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24035 Curno
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