Bonhams-Auktion in Paris: Die Ergebnisse

Klassiker-Auktion vor eindrucksvoller Kulisse: Bonhams hatte am 5. Februar zur Rétromobile-Auktion in den Grand Palais in Paris geladen – und konnte die großen Erwartungen erfüllen. Zwar wurden nur drei Viertel aller Automobile verkauft, der Gesamterlös von rund 10 Millionen Euro übertraf jedoch die Schätzungen.

Als Star der Auktion hatte Bonhams ursprünglich den Ferrari 330 GT 2+2 von John Lennon angekündigt. Der Sänger und Gitarrist der Beatles hatte den blauen Sportwagen 1965 als erstes Auto nach bestandener Führerscheinprüfung gekauft. Doch im letzten Moment zog der Besitzer den Ferrari aus der Auktion zurück, um ihn stattdessen seinem Sohn zu vermachen. Die Enttäuschung unter den Bietern war jedoch nur von kurzer Dauer, schließlich hatte das Auktionshaus ein beeindruckendes Aufgebot in dem für die Weltausstellung von 1900 erbauten Belle-Époque-Pavillon zusammengebracht. Den höchsten Preis erzielte ein Bugatti Grand Prix Type 51 Biplace von 1933. Der berühmte rote Rennwagen aus dem Nachlass von Lord Raglan erhielt sein finales Gebot bei 943.000 Euro – der Schätzpreis hatte zwischen 600.000 und 800.000 gelegen. Der zweite Wagen aus dem Raglan-Erbe, ein Bugatti Type 46 Cabriolet von 1930, verkaufte sich mit 333.500 Euro ebenfalls über dem Schätzpreis.


Für die Bewunderer der automobilen Preziosen aus Mulhouse war die Aufregung jedoch noch nicht vorbei: Ein Bugatti Type 46 Faux Cabriolet von 1930 brachte 632.500 Euro, ein Bugatti Type 49 Drophead Coupé wechselte den Besitzer für 356.500 Euro. Spektakulär war auch das Bieter-Derby um Los Nummer 324. Der dunkelrote Aston Martin DB2/4 aus dem Vorbesitz von König Baudouin von Belgien erreichte einen finalen Preis von 333.500 – ein Weltrekord. Einige Aufrufe später wurde ein Ferrari 250 GT Series II Cabriolet von 1960 für 381.800 Euro verkauft, ein Porsche 906 Carrera von 1966 wechselte für 747.500 den Besitzer und ein Rolls-Royce Phantom VI Landaulette kam für 483.000 Euro unter den Hammer.


Deutlich günstiger verkauften sich dagegen der Alfa Romeo Montreal von 1972 für 29.900 Euro und der Lamborghini Espada Series III von 1974 für 46.000 Euro. Auch der reichlich bizarre Alfa Romeo Giulia TZ Berlinetta Prototyp verließ die Auktion mit einem finalen Gebot von 94.300 Euro. Keinen neuen Besitzer fanden dagegen der Porsche 911 Carrera RS 2.7 sowie die angebotenen Alfa Romeo 6C.

Text: Classic Driver
Fotos: Cathy Dubuisson

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