Barbarella: Striptease in der Schwerelosigkeit

Das Weltall-Abenteuer „Barbarella“ von Regisseur Roger Vadim hat Jane Fonda zum Star gemacht. Zwar war der schrille 68er-Film an den Kinokassen und bei den Kritikern kein Erfolg, doch allein der schwerelose Strip zu Beginn der erotischen Zukunftsvision ist Kult.

Langsam und in der Schwerelosigkeit schwebend, pellt sich Jane Fonda in ihrer Rolle als Astro-Navigatrice Barbarella aus ihrem grün-grauen Raumanzug. So beginnt das Space-Agenten-Spektakel „Barbarella“. Über vier Minuten dauert das erotische Entblättern, bis die damals 30-jährige Fonda nackt auf den plüschbezogenen Boden ihres Raumschiffs fällt. Es sind diese vier Minuten, die bei Männern noch heute eine wohlige Wärme im Körper verbreiten.


Vielleicht ist die Verfilmung der Comics des französischen Zeichners Jean-Claude Forest kein cineastisches Meisterwerk, doch spiegelt dieser Film die Zeichen der Zeit, zwischen Hippie-Bewegung und sexueller Revolution, eindrucksvoll wider. Nicht zuletzt deshalb rückt der Auftrag der in sexy Korsagen von Modedesigner Paco Rabanne spärlich gehüllten Agentin, den seit Jahrtausenden währenden intergalaktischen Frieden vor der zerstörerischen Superwaffe des Wissenschaftlers Durand-Durand (nach ihm hat sich übrigens auch die berühmte Musikkapelle benannt) mehr und mehr in den Hintergrund. Vielmehr wandelt sich die Reise der attraktiven Barbarella in eine Odyssee sexueller Abenteuer. Ganz gleich, ob haariger Jägersmann, die lesbische „Große Tyrannin“ (gespielt von Keith Richards Ex-Freundin Anita Pallenberg) oder die Verführung eines gefallenen Engels – immer steht der Austausch von Körperflüssigkeiten im Vordergrund. Alles gipfelt schließlich im Versuch des Bösewichts Durand-Durand, der sexy Weltraum-Agentin mit seinem „Orgasmatron“ – einer Orgel, die Damen durch die Verabreichung der ultimativen sexuellen Befriedigung den Tod bringt – den Garaus zu machen.

Barbarella: Striptease in der Schwerelosigkeit Barbarella: Striptease in der Schwerelosigkeit

Auch wenn der Film eher als Weltraum-Movie der Kategorie „B“ gilt, steht er doch für eine besonders unterhaltsame Form der sexuellen Aufklärung. Prädikat: Absolut sehenswert!

 

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Fotos: Getty Images
Video: YouTube