Wer sitzt hinter welchem Steuer beim Goodwood Members’ Meeting?

Es ist ein Track Day der Extraklasse, und es geht um begehrte Pokale. Zum Aufgebot der Clubmitglieder, die sich an diesem Wochenende in Goodwood auf dem Circuit treffen, zählen berühmte ehemalige Rennfahrer genauso wie Motorjournalisten, ein Rockstar und auch ein Fernsehkoch mit Benzin im Blut.

Gerry Marshall Trophy

Den britischen Autojournalisten Chris Harris und seine illustren Mitstreiter erwarten die gewagten Fahrmanöver, die das Publikum alljährlich beim Members´ Meeting von Goodwood begeistern. Er tritt bei der nach dem legendären britischen Rennfahrer benannten Gerry Marschall Trophy an, den JD Classics Rover 3500 SD1 von 1980 auf die Überholspur zu bringen. Im Rennen um die John Adlington Trophy wird er in einem Porsche 911 unterwegs, immer im Team mit dem Rennfahrer und Instruktor Chris Ward. Nicht unterschätzen sollte man auch Moderator Tiff Needell aus dem Top Gear-Team, der selbst früher in Le Mans und Daytona unterwegs war und ebenfalls einen Rover SD1 pilotiert. Mit dabei ist auch der ehemalige Formel-Eins-Fahrer und heutige Experte für Klassikerrennen, Emanuele Pirro, der sich hinters Lenkrad des UFO BMW 530i (im Jeans-Look) von 1977 setzen wird.

Graham Hill Trophy

Wenn eine Trophäe schon nach einem legendären Formel-Eins-Piloten heißt, dann sollte die Starterliste ebenbürtig sein. Das ist sie auch, unter anderem mit einem Ferrari 250 GT SWB von 1961 bekannt als „Breadvan” und gesteuert von Martin Halusa. Beeindruckend ist auch die 65er Chevrolet Corvette Sting Ray, mit welcher der britische Tourenwagen-Held Jason Plato auf der Rennstrecke von Goodwood um die Bestzeit kämpfen wird.

Sopwith Cup

Für das Members` Meeting tauscht der bekannte englische Fernsehkoch James Martin das TV-Studio gegen das Cockpit seines Ford Prefect 107E, Baujahr 1957. Zu seinen Kontrahenten zählt der Aston Martin-Spezialist Desmond Smail, der allerdings - einige Nummern kleiner als gewohnt  - in einem rassigen Austin A40 antritt. In der Klasse wird auch Schmuserocker Chris Rea mit seinem 59er Morris Minor um den Cup fahren.

John Aldington Trophy

Porsches only lautet die Devise bei dieser Trophy. Zu dem wohl ausgewogenen Feld gehört der Motorjournalist Ben Oliver, der sich gegen keinen Geringeren als den Le-Mans-Sieger Richard Attwood messen muss.

Salvadori Cup

Es ist wirklich nicht so, als ob beim diesjährigen Meeting die Briten unter sich bleiben wollten. Als leitendes Mitglied in diesem Club fährt Ex-Rennfahrer Jochen Maas standesgemäß den Mercedes-Benz 300SLS „Porter Special” von 1955, schließlich ist der Salvador Cup den Rennwagen der frühen bis mittleren fünfziger Jahre gewidmet. Mit ihm wird der Langstreckenspezialist Marino Franchitti in dem 1959er „Vogelkäfig”-Maserati Tipo 61 mit seinem 2,9-Liter-Reihenvierzylinder auf die Strecke gehen. Ebenfalls dabei: James Cottingham, der von seinem auf Umbauten spezialisierten Unternehmen DK Engineering einen angriffslustigen Torero Jaguar von 1959 mitgebracht hat.

Hawthorn Trophy

Dem Maserati 250F, Baujahr 1957, Eigentum von Pink Floyd-Drummer Nick Mason, wird bei diesem Lauf nichts geschenkt werden, denn am Steuer sitzt der Rennfahrer und Instruktor Mark Hales. Nicht weniger als sechs dieser großartigen Grand Prix-Exemplare werden sich in einem Feld von klassischen Connaughts, BRM-F1-Rennwagen und Cooper-Bristols behaupten müssen.

McLaren F1 GTR Demonstration

Während sein Maserati bei der Hawthorn Trophy um den Pokal fährt, bewegt Nick Mason seinen eigenen McLaren F1 GTR, um bei der einzigartigen Parade der Marke anlässlich des 20. Jubiläums von McLarens siegreichem Le Mans-Debüt dabei zu sein.

Group C Demonstration

Im Aufgebot berühmter Langstrecken-Champions der achtziger und neunziger Jahre wird auch der ehemalige Formel-Eins-Pilot und Nissan-Fahrer Max Chilton dabei sein, am Steuer eines 1990er Nissan R90CK, den seinerzeit Mark Blundell zu einer Pole Position in Le Mans verholfen hatte.

Photos: Goodwood / Amy Shore / Classic Driver