Snapshot, 1976: Bernie Ecclestone hat bei Brabham-Alfa alle Hände voll zu tun

Es ist der 1. August 1976 und in der Boxengasse kurz vor dem Start des Grand Prix auf dem Nürburgring muss Brabham-Alfa Romeo-Teamchef Bernie Ecclestone gleich drei statt der üblichen zwei Fahrer im Rennen betreuen. Rechtliche Schritte eines unzufriedenen Piloten hatten für die Hektik gesorgt.

Man bekommt dieser Tage nicht oft gleich drei Werks-Formel 1-Rennwagen in einem Grand Prix zu sehen, aber so war es am Nürburgring an jenem Wochenende. Rolf Stommelen war kurzer Hand verpflichtet worden, in den Reserve-BT45 für Brabham-Alfa Romeo zu steigen, nachdem der Brabham des privaten RAM Racing-Teams von der Polizei beschlagnahmt worden war. Man will nicht wissen, was da los war. Es sollte in Tag werden, den Bernie Ecclestone, Designer Gordon Murray und die beiden anderen Fahrer Carlos Pace und Carlos Reutemann nicht so schnell vergessen würden. In der zweiten Runde dieses Regenrennens sollte Niki Lauda als Führender in der Weltmeisterschaft einen fürchterlichen Unfall in seinem Ferrari erleiden, der beinahe tödlich ausgegangen wäre. Was damals noch niemand ahnte: Dieser Crash wird der Prolog sein zu einem der heftigsten Duelle in der Geschichte der Formel 1 - jenes zwischen dem Mann, den sie „die Ratte” nannten und dem britischen Playboy James Hunt.

Foto: Grand Prix Photo über Getty Images