Snapshot, 1968: Wie man einen Ferrari 250 LM nicht herunterkühlen sollte

Ist das wirklich ein Ferrari 250 Le Mans, der da im Winter 1968 im italienischen Aosta unter der Schneedecke schläft? Das Ristorante im Hintergrund muss den Besitzer mit außergewöhnlich gutem Rotwein ausgeschaltet haben, anders ist der Frevel kaum zu erklären.

Ausgediente Ferrari-Rennwagen wurden in den 1960er und 1970er Jahren nicht gerade pfleglich behandelt – das bestätigte uns erst jüngst der legendäre Alain de Cadenet, der in seiner Rennsport-Karriere den ein- oder anderen Ferrari 250 GTO zerbastelt hat. Auch Sportwagenkäufer Don Parker, der 1968 mit seinem Mercedes-Benz 250 SE samt Anhänger einen Ferrari 250 Le Mans Drogo in Modena abgeholt hatte und im Aostatal Zwischenstopp machte, schien sich nicht sonderlich um den Werterhalt zu scheren – und überließ den schwarzen Renner mit den goldenen Felgen dem Neuschnee. War es wirklich der Rotwein, der dem Besitzer in der Höhe zu Kopf gestiegen war? Oder hatte Parker den Ferrari am Vortag einfach derart rasant über die Alpenpässe gescheucht, dass er über Nacht herunterkühlen musste? Wir werden es wohl nie erfahren...    

Foto: GP Library/UIG via Getty Images

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