Snapshot, 1968: Die Mädchen und das Renndromedar

Es ist Mai 1968 und während in Paris die Studenten gegen das Establishment auf die Straße gehen, inszeniert Citroën die Premiere des unkonventionellen neuen Méhari – der seinen Namen einem wüstentauglich-rasanten Dromedar verdankt – im Kreise seiner zukünftigen Fahrerinnen.

Der Citroën Méhari mit seinem radikalen Buggy-Design war seiner Zeit weit voraus  ein einfaches aber funktionales Gefährt, das dennoch den Witz und den Spaß eines klassischen Citroën verkörperte. Wie nicht anders zu erwarten, hatte sich die exzentrische französische Marke eine pfiffige Idee für die Pressevorstellung einfallen lassen. Jedes der präsentierten Méhari-Modelle hatte als Begleitung ein Team von jungen, glamourösen Frauen zugewiesen bekommen, die für alle mobilen Möglichkeiten des kleinen SUV eingekleidet waren. Die Garderobe reichte von der Großwildsafari in der afrikanischen Savanne, Sonnenbaden an der kalifornischen Küste bis hin zu einem etwas martialischen Outfit für einen Truppenkonvoi. Der eigenwillige Charme der Méhari hat bis heute nichts eingebüßt: Denn im Laufe der folgenden 20 Jahre sollten gut 145.000 Stück des drolligen Offroadfahrzeugs gebaut werden. Und sie wird auch in Zukunft pro gefahrenen Kilometer für Mobilität mit einem Lächeln sorgen.

Foto: Keystone-France via Getty Images