Snapshot, 1967: „Was um Himmels Willen ist das denn...?“

Wir sind im Jahr 1967. Leicht irritiert studieren Zaungäste den in den Boxen geparkten STP-Paxton Gasturbinenwagen, der bald darauf im Indianapolis-Oval die große Welle machen wird...

Der von Ken Wallis im Auftrag des Rennstallbesitzers und CEO von STP, Andy Granatelli, entwickelte Gasturbinen-Renner sprengte 1967 die Fesseln des Indy-Reglements. Indem er eine Pratt & Whitney Turbine mit dem Allradantrieb von Ferguson und einem ultraleichten Aluminium-Chassis vereinte. Beeindruckt von der sofort vorhandenen Grundschnelligkeit willigte die US-Rennlegende Parnelli Jones ein, das flüsternde Geschoss für ein fürstliches Salär bei den 500 Meilen jenes Jahres zu fahren. Bis drei Runden vor dem Ziel führte er das Rennen an, ehe ein sechs Dollar teures Getriebelager zerbröselte und der Wagen nahe der Boxeneinfahrt ausrollte. Aufgrund der drohenden Dominanz der 1968 (mit Unterstützung von STP) auch von Lotus Chef Colin Chapman im Lotus 56B aufgegriffenen Technologie verbot der United States Automobile Club für 1969 sowohl Turbinen als auch Allradantrieb. Ein Versuch Chapmans, die Technik 1971 in der Formel 1 zum Durchbruch zu verhelfen, scheiterte ebenfalls. 

Foto: GP Library via Getty Images

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