Snapshot, 1964: Alles was Ferrari macht, kann Bizzarrini besser

Februar 1964 in Modena: Der renommierte italienische Ingenieur Giotto Bizzarini – Mitglied der großen Ferrari-„Palastrevolution“ von 1961 – hat endlich sein Versprechen eingelöst, einen verbesserten 250 GTO zu bauen. Und präsentiert der Welt den Iso Grifo A3/C...

Der spektakuläre neue GT aus der Feder des damals noch am Anfang seiner Karriere stehenden Giorgetto Giugiaro wird lokal bei Piero Drogos Carozzeria Sports Cars gebaut und liegt seinem „Vater“ Giotto Bizzarini besonders am Herzen. Nachdem er in einer aufsehenerregenden Revolte Ferrari, wo er unter anderem für den 250 GT SWB und den 250 Testa Rossa verantwortlich zeichnete, verlassen hatte, tat sich Bizzarini mit Renzo Rivolta zusammen. Dessen ambitionierte Marke Iso noch in den Kinderschuhen steckte. Mit der ihm eigenen Überredungskunst brachte er Rivolta dazu, einen Sportwagen aufzulegen, der den Namen der Marke in die Geschichtsbücher des Motorsports schreiben würde. Das Ergebnis ist der A3 – doch während sich Rivolta auf die straßentaugliche LussoVersion konzentriert, widmet sich Bizzarrini der lupenreinen CompetizioneVariante. Die unterschiedlichen Interessen sollten zum Knackpunkt der Geschäftsbeziehung werden. Mit der Folge, dass Bizzarini ausstieg, um das von einem Chevrolet V8 angetriebenen Coupé alleine zu bauen. Am Ende sollten dann zwei Klassensiege in Le Mans genau das sein, was Bizzarini von der „Wiederkunft des 250 GTO“ erwartet hatte.

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