JD Classics: Von der Zahnmedizin zum Automobilgeschäft

„Ich erinnere mich noch daran, wie ich damals als kleiner Junge in der Kinderkarre zum ortsansässigen Jaguar-Händler geschoben wurde“, blickt JD-Classics-Gründer Derek Hood zurück. Warum Derek jedoch erst über ein Zahnmedizinstudium zum Automobilgeschäft gelangte, erfahren Sie hier...

„40 Prozent unserer Arbeit widmen wir der Marke Jaguar, die restlichen 60 Prozent Modellen von Ferrari, Aston Martin und vielen anderen.“

„Schnell war ich in der Lage, die Autos anhand ihrer Modellbezeichnung zu identifizieren“, ergänzt Derek im Gespräch mit Classic Driver. Tatsächlich aber wurde seine Faszination für Automobile schon bald begleitet von einem Interesse für Zähne. Sein Vater war davon überzeugt, dass Letztere eine realistischere berufliche Karriere versprachen, und so kam es, dass Hood Zahnmedizin studierte und praktizierte.

Doch, schon nach einer Weile war die Anziehungskraft zu stark. Seine Leidenschaft für Autos lebte Derek zunächst damit aus, in dem er in seiner Freizeit zu Hause an solchen „schraubte“ und sie nicht selten für mehr als den doppelten Kaufpreis an Passanten veräußerte. Bis er sich dazu entschied, seine Karriere in eine andere Richtung zu lenken. Was in einem kleinen Industriebetrieb vor fast 30 Jahren begann, hat sich heute zu einem großen Geschäft entwickelt mit professionellen Räumlichkeiten, in denen fast 50 Menschen arbeiten.

Jaguar und mehr,viel mehr

Wenngleich JD als Kompetenz-Adresse für Jaguar gilt, hat das Unternehmen in den letzten Jahren auch zahlreiche Modelle anderer Marken in seine Restaurationsabteilung aufgenommen. „40 Prozent unserer Arbeit widmen wir der Marke Jaguar, die Restliche Modellen von Ferrari, Aston Martin und vielen anderen“, so Derek. Während unseres Besuchs wurde jedenfalls nicht nur an zahlreichen Jaguar Renn- und Straßenwagen gearbeitet – in der Werkstatt fanden sich auch ein seltener Toyota 2000GT, mehrere Astons der David-Brown-Ära und ein pinkfarbener VW Camper. Die meisten von Ihnen bereits im Endstadium der Restaurierung. Ungewöhnlicher Weise werden bei JD Classics, abgesehen vom Verchromen, alle Restaurierungsarbeiten in-house gemacht. „Dadurch behalten wir Kontrolle über sämtliche Bereiche und können die Qualität sichern“, erklärt Derek. „Für den Weiterverkauf erwerben wir daher nur selten restaurierte Klassiker. Wir bevorzugen es, unrestaurierte Exemplare zu kaufen und sie vor Ort nach den höchsten Standards selbst zu restaurieren.“

Jede Menge Rennpferde im Stall

Nicht weniger beeindruckend als die Restaurierungsabteilung sind die sechs Verkaufsräume und deren Inhalt. Darunter ein XJ12, ein Gruppe C XJR-9 in typischer Silk-Cut-Tracht und der faszinierende 1953er „Jabbeke“ XK120 Rekordwagen. An anderer Stelle finden sich ein Porsche 550 Spyder Werksrennwagen und ein 250 California Spider, während sich anderswo wiederum ein „Gooda Special“ Bentley R-Type den Platz mit einem „Twini“ teilt.

Auch wenn JD Classics einige der 180 Klassiker als Langzeitinvestitionen im Showroom behält, stehen die meisten zum Verkauf – zu Preisen zwischen 40.000 und sieben Millionen Pfund. Ganz gleich, ob Langzeitparker oder Schnelldreher – viele Klassiker im Showroom von JD bieten die Möglichkeit, einen Fuß in den historischen Rennsport zu setzen – so auch Fangios ehemaliger Jaguar C-type. Kein Wunder, engagiert sich JD Classics doch für das offizielle Jaguar Heritage Racing Team – eine Zusammenarbeit, die dafür spricht, welches Vertrauen man dem britischen Händler schenkt.

Ein Blick in die sieben Showrooms von JD Classics

Fotos: Joe Breeze

Das Angebot von JD Classics finden Sie bei Classic Driver.