Fünf Sammlerautos, die Sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Diese Woche lockt der Classic Driver Markt mit einem V12-Ferrari mit zwei prominenten Vorbesitzern, einem extrem seltenen, manuell geschalteten Lamborghini Gallardo Superleggera und einer von Brabus getunten Mercedes-Benz S-Klasse, deren Preis seit 2004 fünf Mal billiger geworden ist.

Sleeping beauty 

Auf Diskretion und Anspruch bedachte Kunden waren immer von den BMW-Limousinen begeistert, denen Alpina eine Extraportion Leistung einhauchte. Aber nun hat auch der breitere Sammlermarkt ein Auge auf diese seltenen „schlafenden” Schönheiten geworfen. Dieser Alpina B12 mit drei Vorbesitzern basiert auf der 5,0-Liter-8er-Reihe von 1992 und ist übrigens das einzige Exemplar in der eleganten Kombination der Sonderfarbe Dunkelgrün-metallic mit Interieur in braunem Büffelleder.

VIP-Provenienz

Dieser sehr schön ausgestattete Ferrari 550 Maranello rühmt sich einer schillernden Historie. Er wurde neu an Ferraris technischen Direktor Ross Brawn ausgeliefert nachdem Michael Schumacher 2000 seine erste Meisterschaft für die Scuderia errang. Nach drei Jahren verkaufte Brawn diese Schönheit in Tour de France-Blau an die britische Rocklegende Rod Stewart. Seit elf Jahren gehört der Ferrari allerdings dem Classic Driver-Händler Adrian Hamilton, der die Räder und Karbon-Keramik-Bremsen vom Enzo montieren ließ. Aber keine Sorge, er behielt die Originale. Jetzt fand Hamilton, dass es an der Zeit ist, dass ein neuer Besitzer die Chance erhält,  diesen eleganten V12 Gran Turismo wie einst die Vorbesitzer zu genießen.

Sechsgang-Spezialität

Es gibt eine Reihe von Optionen, die bei diesem Lamborghini Gallardo LP570-4 Superleggera von 2011 hervorstechen wie beispielsweise der kleine, fest montierte Heckflügel und die vom Werk gelieferten Motorsport-Schalensitze. Aber was ihn wirklich einmalig macht, ist der zierliche, von einer Kugel gekrönte Hebel zwischen Fahrer und Beifahrer. Dieser Gallardo ist angeblich einer von nur vier nach Nordamerika ausgelieferten Superleggera mit manuellem Sechsganggetriebe. Somit ist das Coupé in Verde Ithaca ein höchst seltenes Biest - und das lässt heute Sammlerherzen höher schlagen.

Der Siegertyp

Als einer von nur 55 Exemplaren, welche die Fabrik verließen, blickt dieser Porsche 911 Carrera 3.0 RS von 1974 auf ein wahrhaft bewegtes Leben zurück. Zu den unzähligen Rallyes und Rennen, die mit ihm zwischen 1976 und Mitte der achtziger Jahre bestritten wurden, hat dieser nach Deutschland ausgelieferte 911 Siege bei der Rallye Automobile de Monte-Carlo, Rallye Critérium des Cévennes und der Tour de France Automobile eingefahren. Er erreichte sogar den sechsten Platz in der Gesamtwertung bei den 24 Stunden von Le Mans 1976. Während seiner zweiten Karriere im historischen Motorsport nahm der 3.0 RS an der Tour Auto, Le Mans Classic und Modena Cento Ore teil. Die Frage, ob er für Wettbewerbe teilnahmeberechtigt wäre, erübrigt sich bei diesem Porsche!

T12 

Annähernd 200.000 US-Dollar. Diese stattliche Summe ließ es sich der einzige Besitzer dieses Mercedes-Benz S600 kosten, um bei Brabus das umfassende T12-Treatment zu erhalten. Zu diesem Upgrade zählte ein subtil optimiertes Karosseriepaket, ein Leistungssteigerung von 517 PS auf 580 PS und ein komplettes Multimediasystem mit TV-Tuner, WLAN-Kopfhörer und eine XBox-Spielekonsole. Brabus North America soll von der Umwandlung in eine Power-S-Klasse so angetan gewesen sein, dass das Fahrzeug bei der Los Angeles Auto Show in 2004 auf dem Stand ausgestellt worden ist. Dieser beeindruckend gepflegte Mercedes wird jetzt im Bundesstaat Pennsylvania zum Verkauf angeboten - fünf Mal günstiger als der ursprüngliche Preis. Man könnte hier beinahe von einem Schnäppchen sprechen. 

Fotos: Duncan Hamilton ROFGO, Curated, Henderson Fellowes, LBI Limited, Modena Motorsport