Fünf Sammlerautos, die Sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Die Auswahl an Autos aus den Market Finds dieser Woche ist ein Beleg für die Wertigkeit der Angebote auf Classic Driver. Egal, ob Sie nun ein BMW M-Modell mit wenig Kilometer oder einen Prototyp, der die Targa Florio gewonnen hat, suchen. Hier ist die erste Adresse für große Klassiker.

Verführerisch wie Schokolade

Der Verkäufer preist diesen B26 als berühmtesten Sportwagen mit dem Chevron-Logo an. Liebevoll „Chocolate Drop” wegen der braunen Stallfarbe getauft, wurde er vom Werk 1974 aufgestellt und von namhaften Piloten wie Peter Gethin, Brian Redman und John Watson gefahren. In jüngerer Zeit war der Sportwagen in Europa bei vielen Veranstaltungen des historischen Motorsports unterwegs und war mehrfach bei den Le Mans Classics dabei. Wenn man einmal mitten in der Nacht an der Arnage gestanden hat und vom donnernden Bellen dieser wilden Zweiliterwagen durchdrungen wurde, kann man sich lebhaft ausmalen, wie es sich hinter dem Steuer anfühlen muss.

Marrone 1971 

Man vermutet, dass tatsächlich nur ein Ferrari F430 Spider in diesem ausgefallenen Lackton Marrone 1971 bestellt worden ist. Warum das so ist, können wir beim besten Willen nicht verstehen. Denn die Farbe, die man eher bei Dinos und Daytonas sehen kann, verleiht dem modernen V8 eine noble und luxuriöse Präsenz - eine Ausdruckskraft, die zusätzlich durch das beigefarbene Lederinterieur und die dezent schwarzen Bremssättel unterstrichen wird. Noch dazu hat dieser F430 weniger als 4.000 Meilen auf der Straße verbracht.

Heißes Eisen

Für Youngtimer aus den achtziger und neunziger Jahren, die wenig gefahren und noch sehr ursprünglich sind, herrscht derzeit reges Interesse. Man denke nur an die Schätzungen für eine riesige Sammlung dieser jungen Klassiker, die bei RM Sotheby´s unter den Hammer kommen. Dieser BMW M5 von 1991, der aktuell in Philadelphia angeboten wird, wirkt wie ein hervorragendes Beispiel der von Hand gefertigten Sportlimousinen der E34-Generation. Der Lack in Brilliant Red kontrastiert mit dem zeittypischen Leder in Silber und hat außerdem das „Executive Seating”-Paket als Zugabe eigentlich perfekt für den ambitionierten Hedge Fund Manager. Wer immer ihn auch kauft, dürfte noch viel Freude am Fahren haben, denn die Uhr zeigt nur 31.000 Meilen.

Besser geht´s nicht!

Immer wieder geben außergewöhnliche Autos ein Gastspiel im Classic Driver Markt, aber selten mit der atemberaubenden Provenienz, welche diese besondere Fahrmaschine für sich beanspruchen darf. Es handelt sich hier um einen ehemaligen Werks-Alfa Romeo Tipo 33 TT 12 mit dem sich Arturo Merzario und Nino Vaccarella nicht nur die Pole Position, sondern auch die schnellste Runde und den Sieg bei der Targa Florio 1975 sicherten. Aber es geht noch weiter! Rennlegenden wie Jacky Ickx, Jochen Mass, Mario Andretti, Brian Redman und Vittorio Brambilla sind mit genau diesem Fahrzeug Rennen gefahren und führten den Tipo 33 zu fünf weiteren Siegen und für Alfa Romeo zum Gewinn der Weltmeisterschaft im Jahr 1975. Was will man eigentlich noch mehr?

39 PH 

Zu den vielen Abenteuern, welche diese ehemalige Werks-AC Cobra von 1963 bestanden hat, zählt auch das inzwischen berüchtigte „Black Flag”-Rennen in Brands Hatch 1964. Das Fahrzeug ist unter seinem Kennzeichen „39 PH” bekannt geworden. Damals fuhr der große britische Rennfahrer Jack Sears die Cobra für das Privatteam von John Willment als er fälschlicherweise die schwarze Flagge gezeigt bekam, weil er angeblich vor dem Rennen auf der falschen Startposition stand. So entfaltete sich eines der berühmtesten Comebacks im Motorsport, denn Sears kämpfte sich dennoch unermüdlich nach vorn und übernahm sogar in der 15. Runde die Führung von Jackie Stewarts Jaguar E-Type Lightweight - zur großen Begeisterung der Zuschauer. Keine Frage, dass diese Cobra „39 PH” zu den berühmtesten zählt, die in den europäischen Wettbewerben an den Start ging. 

Fotos: William I’Anson Ltd, RM Sotheby’s, LBI Limited, Girardo & Co., Fiskens