Fünf Sammlerautos, die Sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Eine weitere Woche geht ins Land, und eine neue Abordnung appetitlicher Sammlerautos rollt neu auf den Classic Driver Markt. Das sind unsere fünf Favoriten aus den letzten Sieben Tagen…

50-jähriger Pfundskerl

Zum 50. Geburtstag des Defenders brachte Land Rover 1998 eine Sonderserie mit 4,0-Liter-V8-Motor und Automatikgetriebe heraus. Nur knapp über 1000 dieser heute besonders begehrten Modelle wurden gebaut und in die ganze Welt ausgeliefert. Dieses spezielle Exemplar ist das erste aus einer zweiten Serie von vier Vorserien-Prototypen und das erste in der für die 50-Jahre-Sonderedition charakteristischen Farbe Atlantis Blue. Zu den Prototypen-Details zählen ein nicht mit Leder bezogener Automatik-Wählhebel sowie ein nicht in Aluminium gefertigter Knüppel für das Verteilergetriebe, fehlende Fensterkurbel und eine andere Halterung für den unter der Motorhaube sitzenden Sicherungskasten. Das Modell wurde gerade erst restauriert und in einer Welt, in der die Nachfrage nach einem klassischen Landy fast täglich steigt, bietet dieser Prototyp viel Gesprächsstoff.

Gran Turismo Omologato 

Wir räumen an, dass wir Ferrari mit V12-Motor in dunkleren Farben bevorzugen. Doch die Spezifikation dieses Ferrari 599 GTO Baujahr 2011, lackiert im stärker metallischen Farbton Rosso Formula 1 2007, trifft trotzdem ins Schwarze. Neben der exklusiven Farbe umfassen die zusammen rund 70.000 Euro teuren Extras unter anderem Frontsplitter und Winglets aus dem nur für die Rennstrecke zugelassenen Hardcore-Modell 599XX. Diese optisch disruptiven Anbauteile aus Kohlefaser wurden nur von wenigen Kunden bestellt, doch in Bezug auf die Gesamtspezifikation dieses Modells wirken sie eher bereichernd als abwertend. Wir sind aber nicht sicher, ob wir uns jemals auch an die seitlichen Schürzen aus Kohlefaser gewöhnen können. Aus der Distanz betrachtet, wirken sie so, als würde dem Auto ein Karosserieteil fehlen. 

China Grau über Spicy Red 

Nur 100 Aston Martin V12 Vantage S Roadster wurden nach Amerika geliefert – darunter dieses Exemplar aus 2017 in China Gray über Spicy Red. Zusätzlich zu diesem attraktiven Farbmix – der nebenbei bemerkt in Kombination mit den kontrastierenden schwarzen Felgen und Anbauteilen bestens wirkt – ist das nur wenig bewegten Auto mit dem Siebengang-Handschaltgetriebe ausgestattet. Den größten Motor in das kompakteste Modell zu packen, war ein Meisterstück von Aston Martin . Und das Rezept bleibt bis heute eine den Puls beschleunigende Verführung.

Unterversorgt mit Vitamin E?

Es gibt kaum einen historischen Nachkriegsrennwagen, der in so vielen Serien startberechtigt ist wie der Jaguar E-Type. Von den populären Cups für Modelle bis einschließlich Baujahr 1962 und prestigeträchtigen Events wie der Kinrara Trophy in Goodwood oder Straßenrallyes wie der Tour Auto und der Modena Cento Ore gibt es kaum etwas , das man mit einem gut aussortierten E-Type nicht beschicken kann. Dieses fabelhafte Modell aus 1964 ist ein solches Auto. Es ist makellos restauriert und wurde von seinem aktuellen Besitzer, einem Mitglied des BRDC, der in den 60ern E-Types aktiv bewegte, nach Period E FIA Spezifikationen vorbereitet. Der 2016 fertig gestellte „Jag“ hat seitdem erst an einer Handvoll Rennen teilgenommen. Alles was er braucht, ist ein neuer Besitzer, der das nächste aufregende Kapitel aufschlagen will.

BMW zum Schnäppchenpreis

Bis auf das etwas abgewetzte Black Novillo Leder im Innenraum ist dieses BMW M3 E92 Cabriolet aus 2008 in einem sehr guten Zustand – vielleicht wenig überraschend, wurde es in den letzten zwölf Jahren doch nur gut 64.000 Kilometer weit bewegt. Überraschend daher der Preis, wird der gut ausgestattete und in Silverstone Metallic lackierte Drop-top M3 doch für gerade einmal 21.500 Euro offeriert. Das ist verdammt wenig Geld für verdammt viel Auto, egal von welcher Seite aus man es betrachtet. 

Fotos: O’Kane Lavers, RM Sotheby’s, Pendine Historic Cars, Millennium Heroes