Fünf Sammlerautos, die Sie diese Woche in Ihre Garage stellen sollten

Ein Porsche Carrera GT in Lamborghini-orange, ein Land Rover Defender für Playboys, ein Le Mans-Prototyp mit V10-Power, ein voll ausgestatteter Ferrari 488 und eine Chevy Corvette mit Mittelmotor bilden in dieser Woche das Angebot des Classic Driver Markts...

Landy des Lasters

Ist das der ultimativ modifizierte Land Rover Defender? Er wurde ohne Rücksicht auf die Kosten im Vorfeld der letztjährigen Monaco Yacht Show von Overfinch umgebaut – ein extravagantes SUV für eine extravagante Playboy-Spielwiese. Zu den zahllosen Modifikationen zählen Recaro Sitze mit Lederbezügen von Bridge of Weir, LED Tagfahrlicht, ein mit Teakholz verkleideter Laderaumboden, 18 Zoll große Apollo-Felgen und wunderschön gerändelte Aluminium-Details. Doch das Highlight sitzt unter der Haube: ein 450 PS starker Corvette LS3 V8, verbunden mit einer Sechsstufen-Automatik und einem Sportauspuffsystem aus rostfreiem Edelstahl. 

Grüße aus Sant’Agata - in orange

Arancio Borealis ist eine Farbe, die wir eher von Lamborghini Gallardos, Murciélagos und Aventadors kennen. Weniger von diesem Porsche Carrera GT aus 2005der Anfang der Woche im Classic Driver Markt auftauchte und sofort unsere Aufmerksamkeit erregte. Neben der einmaligen PTS-Werkslackierung – in der Tat handelt es sich um den  einzigen jemals in dieser Farbe ausgelieferten Carrera GT – ist das Auto erst 430 Kilometer gelaufen und schaut dementsprechend so frisch aus wie am Tag seiner Auslieferung. Der beste Carrera GT auf dem Markt? Durchaus möglich...

Viel Power fürs Geld

Völlig zurecht wurde die Einführung der Corvette C8, erste „Vette“ mit Mittelmotor, von kräftigen Fanfarenklängen untermalt. Aber auch von Diskussionen unter den Fans begleitet. Seit gefühlt Jahrzehnten hatte Chevrolet damit gedroht, das Frontmotor-Layout seines Kultsportwagens aufzugeben, doch keiner der treuen Anhänger dieser US-Ikone wollte daran glauben, dass man in Detroit das Vorhaben wirklich durchsetzen würde. Doch nun ist es geschehen, und dieser C8 mit Haischfischmaul-Front ist das Ergebnis. Er tritt gegen etablierte europäische Größen wie Porsche 911, Audi R8 und Lotus Evora an, jedoch zu Preisen, bei denen auch die Besitzer der zuvor genannten Fahrzeuge aufhorchen dürften. Dieses ebenfalls orangene Exemplar steht aktuell in Miami zum Verkauf und hat erst 400 Kilometer auf der Uhr. Die C8 ist vielleicht nicht so dynamisch wie der Porsche, sieht dafür aber absolut mega aus. 

Lebhafter V10

Der Judd V10. Man frage jeden fachkundigen Motorsport-Fan nach dem bestklingenden Rennmotor der jüngeren Vergangenheit. Und wir hegen keinen Zweifel, dass der britische Zehnzylinder bei fast allen ganz oben auf der Favoritenliste steht. Das erprobte Kraftwerk ist auch das schlagende Herz dieses Dallara SP1 Prototypen, der die 24 Stunden von Le Mans zweimal (2002 und 2005) bestritt; beim ersten Mal in der ikonischen Playstation Lackierung. Bislang hatte der Spyder mit Chassisnummer 006 nur zwei Vorbesitzer – ORECA und Rollcentre Racing, welche das Auto seit 2005 vorbereiteten und einsetzten. Das wunderbar originale und penibel vorbereitete LMP900/LMP1-Modell hat sich – wenig überraschend – schon als „Frontrunner“ in der Endurance Legends Serie von Peter Auto erwiesen.  

50 Schattierungen grün

£144.000 – das ist der außerordentlich hohe Betrag, den der erste und bislang einzige Besitzer dieses „delivery mileage“ Ferrari 488 Pista aus 2020 allein an Extras bezahlt hat. Dieser 488 ist eine Symphonie in Grün – beginnend mit Verde Scuro Lackierung, über grün eingefärbte Carbonteile bis zu grünen Kontrastnähten in der Kabine. Wir bewundern immer jeden, der mutig genug ist, bei seinem Ferrari etwas von der Norm Abweichendes zu versuchen. Normalerweise bevorzugen wir solche Farben eher bei V12-Modellen mit Frontmotor, doch wirkt auch dieser Pista sehr elegant. 

Fotos: Copley Motorcars, Speedart Motorsports, Duncan Hamilton ROFGO, Tom Hartley Jnr, Romans International