Führende Auktionshäuser schwingen immer noch den Hammer für Sammlerautos

RM Sotheby´s und Bonhams konnten zwar aufgrund der Coronakrise nicht ihre üblichen physischen Versteigerungen in Florida respektive England abhalten. Aber sie verzeichneten trotzdem erfolgreiche Abverkäufe, weil sie sich für leicht modifizierte reine Online-Formate entschieden.

Sowohl die RM Sotheby´s Palm Beach- wie auch die Bonhams Goodwood Members´ Meeting-Auktionen hätten letztes Wochenende stattfinden sollen. Aber weil die physischen Veranstaltungen wegen der Coronapandemie abgesagt werden mussten, wanderten die Lose der beiden Kataloge in die virtuelle Welt.

RM Sotheby´s erlöste dennoch beeindruckende 13,7 Millionen US-Dollar, weil man nahtlos zu einem herkömmlichen Online-Auktionsformat wechselte und dabei eine Abverkaufsrate von 69 Prozent erzielte und 900 Bieter aus 44 Ländern mobilisierte. Die Hauptattraktionen waren wie vermutlich nicht anders zu erwarten der jungfräuliche Porsche 911 GT2 von 1996, der 891.000 Dollar inklusive Käuferaufgeld erzielte sowie der „wie neue“ McLaren Senna von 2019, der für 847.000 Dollar unter den Hammer kam. Schon im letzten Herbst schuf RM Sotheby´s eine kleinere Abteilung ausschließlich für Online-Versteigerungen und speziell für die Gebiete Memorabilia und kleinere Autosammlungen. Im Nachhinein erwies sich das als gelungenes Timing und sorgte dafür, dass die Palm Beach-Veranstaltung relativ unkompliziert durchgeführt werden konnte. Das kanadische Auktionshaus hat mitgeteilt, dass man über weitere Online-Verkäufe nachdenkt. Dazu könnte auch die Auktion zählen, die Mitte Juni zum neuen Termin der Techno Classica Essen vorgesehen ist. 

Bonhams verfolgte für die abgesagte Goodwood Members´Meeting-Auktion eine etwas andere Strategie: Man bot jedes Auto aus dem Katalog über einen Privatvertrag an und mit einer Deadline bis zum Tagesende. Dieses modifizierte Format soll sich, wie man hört, gut bewährt haben. An der Spitze der erfolgreichen Verkäufe stand Archie Scott Browns ehemaliger Lister-Maserati Sportrennwagen  von 1958, der beachtliche 575.000 Pfund erlöste. Tim Schofield, der Leiter von Bonhams Motor Cars-Abteilung, war dann auch trotz der beunruhigenden Situation der letzten Wochen entsprechend zufrieden. „Wegen der wechselhaften und herausfordernden Umstände, die wir gerade erleben, müssen wir schnell und effektiv und Verkaufsformat anpassen“, sagte er. „Die Ergebnisse zeigen, dass trotz der aktuellen Situation auch weiterhin unter Sammlern und Enthusiasten eine Nachfrage nach hochwertigen Klassikern und historischen Rennwagen besteht.“

Als digitale Plattform für Sammlerautos, die weiter über 24 Stunden am Tag für Klienten und Kunden erreichbar ist, bemüht sich Classic Driver, alles zu tun, um unsere Auktionshaus-Partner in dieser außerordentlichen Krise zu unterstützen. Wenn Sie Ihre Online-Only-Auktionen vorstellen oder Ihre Autos via „Private Treaty“ in unserem Markt platzieren wollen, dann stehen unsere Sales- und Redaktionsteams nur zu gern bereit, um Ihnen zu zeigen, was möglich ist.

Fotos mit freundlicher Genehmigung von RM Sotheby´s und Bonhams © 2020

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