

Maseratis sportliches Image wurde vor allem in den Fünfzigerjahren mit technisch überlegenen Monoposti wie dem 250F geprägt, die von Legenden wie Fangio oder Sir Stirling Moss pilotiert Motorsportgeschichte schrieben. Ein amerikanischer Kunde war aber davon überzeugt, dass die Autos der Marke mit dem Dreizack nicht nur auf den internationalen Rundkursen konkurrenzfähig waren. Richard „Dick“ Cicurel bestellte 1956 einen von nur 21 Maserati A6G mit Allemano-Karosserie und ließ den Wagen mit der Fahrgestellnummer 2147 vom Werkspersonal in Modena zu einem waschechten Rallyeauto umbauen.


Insgesamt wurde der Wagen mit 50 rallyespezifischen Ausstattungsdetails ausgerüstet, die ihn zu einem echten Unikat machen. Dazu gehörten neben einem größeren Tank, einem Rennsport-Sperrdifferenzial, speziellen Rückfahrscheinwerfern und Zusatzscheinwerfern von Marchal auch ein Chronograph von Jaeger-LeCoultre, den Cicurel bereits in seinem Bugatti eingesetzt hatte, diesem aber in seinem neuen Maserati einen Ehrenplatz einräumte.


Siebzig Jahre später befindet sich genau dieser A6G im Bestand von Fantasy Junction. Damit hat der kalifornische Händler einen der hochkarätigsten Maserati seiner Ära im Angebot – der von einem 2,0 Liter großen Reihensechszylinder angetriebene Italiener konnte im vergangenen Jahr nicht nur einen Klassensieg in Pebble Beach erzielen, sondern ist auch für die Klassiker unter den historischen Rallyes zugelassen – neben der Mille Miglia gehören auch der Colorado Grand sowie etliche weitere Highlights des Rallye-Kalenders dazu.
Fotos: Fantasy Junction








































