Die Targa Florio Classic 2018 bot ein sizilianisches Spektakel

Wer in den Spuren von Legenden wie Tazio Nuvolari, „Quick Vic” Elford und Nino Vaccarella unterwegs war, durfte kürzlich bei der Targa Florio Classic drei Tage lang Motorsportgeschichte pur erleben - vor der Kulisse der herben Schönheit Siziliens.

Sizilianische Grandezza

Wenige Schauplätze weltweit vermitteln die Farbigkeit, die Romantik, die Gefahr und die schiere Begeisterung der goldenen Epoche des Sportwagenrennsports wie Sizilien als Austragungsort der Targa Florio. Als eines der ältesten Rennen wurde sie zwischen 1906 und 1977 rund um Palermo vor der Kulisse sonnengebleichter Berge und malerischen Städtchen ausgetragen. Die Targa war auf ihre Art einmalig und zog die wichtigsten Marken und die besten Fahrer der Welt an. Sie alle wollten ihr Können auf den verschiedenen gefahrvollen und äußerst langen Etappen der Strecke unter Beweis stellen und in diese besondere sizilianische Atmosphäre eintauchen.

Heute lebt dieser Geist der Targa Florio in der Gestalt einer historischen Rallye mit Gleichmäßigkeitsprüfungen spektakulär weiter. Obwohl sich einige Abschnitte der berüchtigten ursprünglichen Route nicht dem Zugriff der Natur entziehen konnten, haben die malerischen Dörfer ihren Charme bewahrt, und auch der Enthusiasmus der Zuschauer ist ungebrochen. Zusammen mit den Teilnehmern der Ferrari Tribute, die als zusätzliche, von der Marke organisierte Rallye zum Programm gehörte, waren über 150 Teams aus aller Welt bei dieser jüngsten Auflage der Targa Florio Classic mit von der Partie.

Unvergessliche Eindrücke

Zur dreitägigen Rallye, die sich rund um Palermo als diesjähriger Kulturhauptstadt Italiens abspielte, zählten berühmte Targa-Abschnitte wie Parco delle Madonie, die historischen Tribünen und Boxengasse von Floriopoli, die Kellerei Cantine Florio und der Favorita-Rennkurs, wo die Veranstaltung von 1937 bis 1940 abgehalten wurde.

Das Aufgebot der Sportwagen umfasste einen Lancia Lambda von 1927, einige bedeutende Alfa Romeo 6C aus den dreißiger Jahren bis hin zu einem hinreißenden Ferrari 166 MM aus dem Jahr 1949. Anlässlich des 30. Todestages von Piero Taruffi, der italienische Pilot, der die Targa Florio 1954 gewann, nahm seine Tochter Pisca in einem atemberaubenden Alfa Romeo Giulietta Spider von 1961 teil. Sportwagen, Sizilien, Sonnenschein - besser geht es nicht!

Fotos: Rosario Liberti für Classic Driver © 2018

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