Die schnellsten Momente des Goodwood Festival of Speed 2014

Es ist das ultimative Automobilspektakel - und übertrifft sich von Jahr zu Jahr selbst: Am vergangenen Wochenende starteten beim Goodwood Festival of Speed wieder zu Hunderten die Renn- und Supersportwagen. Classic Driver war dabei und berichtet.

Für welche automobile Spezies das Herz auch schlägt – das „Speedfest“ des Lord March hat noch den anspruchsvollsten Benzinjunkie befriedigt. Und ganz nebenbei die Grenzen der Physik bis zum Anschlag gedehnt. Als echter Classic Driver stimmte man sich natürlich auf dem Concours-Rasen des Cartier Style et Luxe auf das Wochenende ein. Im Vergleich zum Vorjahr gab es bis auf den kuriosen Mazda RX500 zwar weniger Skurrilitäten zu sehen, dafür zeigten sich die Schönheiten der Automobilgeschichte in vollem Glanz: Vor allem in der Maserati-Jubiläumskategorie "Height of Hashion" fanden sich außergewöhnlich elegante Klassiker wie etwa eine zierliche Maserati A6 GCS Berlinetta im Pininfarina-Kleid, die von der Jury zum „Best of Show“ gekürt wurde. Besitzer Egon Zweimüller konnte sich somit schon zum zweiten Mal in diesem Sommer freuen – erst Ende Mai hatte der von ihm restaurierte Maserati 450S den Concorso d'Eleganza Villa d'Este gewonnen. 

Schnell, schneller, Goodwood

Doch natürlich geht es beim Festival of Speed nicht um Rasenschönheiten, sondern um rasende Maschinen auf der von Strohballen gesäumten Rennstrecke. Und es ist immer wieder überraschend, mit welcher Hingabe die Fahrerelite sich dem Schaukampf widmet – und ihre mitunter millionenschweren Rennsportgeräte derart hart rannimmt, dass es nicht immer nur bei Lackschäden und abgefahrenen Rückspiegeln bleibt. Aber auch andere Automobile fahren in Goodwood hart am Gas: Wo sonst könnte man einen Brabus G63 6x6 im Drift erleben, gefolgt vom einzigarten Ferrari F12 TRS und einem Mercedes-Grand-Prix-Rennwagen aus den 1930er Jahren? Wir durften die „interessante“ Erfahrung machen, hinter den Endrohren des Letzteren zu stehen – das Piepen im Ohr wird uns wohl noch einige Tage als Souvenir bleiben. 

Perfekte Paare

Vor allem die Formel-1-Enthusiasten durften sich über ein Widersehen mit zahlreichen alten Bekannten freuen: John Surtees und Kimi Räikkönen starteten sogar als Tandem in ihren Weltmeister-Ferrari von 1964 beziehungsweise 2013 zum Hillclimb. Auch Goodwood-Künstler Gerry Judah hatte für die Festivalskulptur des Jahres ein dynamisches Duo gewählt – und auf dem Rasen vor dem Goodwood House zwei siegreiche Silberpfeile ihre Loopings drehen lassen. 

Die feine englische Art

Während am Himmel über Goodwood die pfeilschnellen Red Arrows der Royal Air Force ihre Kondensstreifen hinterließen, durfte Classic Drivers Reporter vor Ort neben Werksfahrer Phil Quaife im gelben McLaren P1 für eine „Taxifahrt“ über den Goodwood-Hügel Platz nehmen. Ein eindrücklicher Moment, nur noch getoppt von Sir Stirling Moss, der am Steuer seines Rennwagens an einer Tasse Tee nippte, bevor er sich mit Lord March auf der Rennstrecke duellierte. Es sind diese Bilder, die das Goodwood Festival of Speed so einzigartig machen – und der britischen Automobilnation immer wieder zu neuem Selbstbewusstsein verhelfen.

Fotos: Tim Brown

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