Aston Martin DBS V8FI Prototype: Englische Eisprinzessin

Alle klassischen Aston Martins sind wertvoll, erst recht die einzigartigen Werksprototypen. Deshalb war die Entscheidung, diesen frühen DBS V8 Prototype auf Schnee zu fotografieren, auf jeden Fall eine mutige…

Viele werden mit der Geschichte des späten 60er-Jahre-DBS vertraut sein. Er ersetzte den DB6, war ein wenig größer und als vollwertiger Viersitzer ausgelegt. Und besaß ein kantigeres, dem damaligen Puls der Zeit entsprechendes Design. Doch hinter diesem untypischen, rechteckigen Aston-Kühlergrill befand sich ein sehr vertrauter Sechszylinder, denn der geplante V8 war zum Verkaufsstart der neuen Baureihe noch nicht fertig.

Das Leben nach der Testphase

Während die ersten Kunden schon mit ihren Sechszylinder-DBS unterwegs waren, implantierte Aston einen 5,0-Liter-V8 in den hier gezeigten burgundfarbenen Aston-Prototypen. Er war einer der ersten straßentauglichen Astons mit Achtzylinderantrieb. Als die Testphase abgeschlossen war, wurde der DBS an einen Privatmann verkauf, der wiederum den V8 durch eine 5,3-Liter-Variante ersetzte. Was für ein Frevel? – werden sich viele Sammler heute fragen. Doch man darf nicht vergessen, dass der Fünflitermotor eine Weiterentwicklung jenes Triebwerks war, das im Lola T70 Mk III zum Einsatz kam. Und dieser war nicht gerade der Zuverlässigste, schied der Rennwagen mit eben diesem Motor 1967 in Le Mans bereits früh aus.

Aston rot-weiß

Der vielleicht letzte Ort, an dem Sie diesen wertvollen Prototypen bringen würden, wäre wohl eine eisigkalte Schneelandschaft – trotz der werksseitigen Aluminium-Applikationen, wie die Einstiegsleisten, die den DBS vielleicht vor allzu aggressivem Streusalz schützen könnten. Doch zugegeben, der dunkelrote Aston bietet einen herrlichen Kontrast zum weißen Hintergrund, finden Sie nicht?

Fotos: Tim Wallace für Aston Workshop

Der Aston DBS Prototype steht aktuell im Classic Driver Markt zum Verkauf.