Australien feiert Ferrari



Es war die größte Ansammlung von Ferrari-Automobilen, die je in Australien gesichtet wurde! Mehr als 100 Fahrzeuge nahmen an der Classic Adelaide 2005 teil und repräsentierten beinah die gesamte Geschichte der Marke – darunter Modelle wie F50, F40, 288 GTO, 308 GTB, 250 GT Lusso, 330 GT, Daytona und 275 GTB.

Die im Südosten gelegene Stadt Adelaide bereisten sowohl einheimische Ferraristi aus verschiedenen Regionen des Kontinents, aber auch Enthusiasten aus den USA, Europa und Neuseeland. Sie traten in den Kategorien „Competitive“ und „Non-Competitive“ an und beigeisterten – zusammen mit zahlreichen Attraktionen rund um das Spektakel – zehntausende Besucher. Ihnen bot sich die Möglichkeit, näheres über die Geschichte der berühmten Sportwagen aus Maranello zu erfahren.

Bei der Classic Adelaide wurden außerdem zwei Ferrari 612 Scaglietti ausgestellt. Eines der beiden Fahrzeuge hatte kurz zuvor den Langzeitfahrtest über 25.000 Kilometer bestanden, mit dem Ferrari einen Rekord erzielte. Die Tour führte durch China, entlang der Wüste Gobi und hinauf ins Himalaja-Gebirge. Der zweite Wagen war dagegen ein Ausstellungsexemplar für neue Ausstattungsmöglichkeiten, wie eine Keramik-Bremse (CCM), die ab 2006 in Australien verfügbar ist.



In diesem Jahr fand das Ferrari-Meeting in Adelaide bereits zum neunten Mal (seit 1996) statt und mit ihr waren erneut einige Persönlichkeiten eingeladen, die der Manufaktur nahe stehen, wie beispielsweise der ehemalige F1-Ferrari-Fahrer Stefan Johansson, der in Adelaide mit einem 328 GTS antrat. Sein Kopilot war kein geringerer als der Ferrari-Manager für den pazifisch-asiatischen Raum, Mario Micheli.

„Die Adelaide Classic ist eine außergewöhnliche Veranstaltung“, kommentierte Stefan Johansson. „Sie bietet allen Fahrer eine sportliche Herausforderung und attraktives Entertainment – ganz unabhängig von dem Potenzial ihres Fahrzeugs. Ich habe noch keine Veranstaltung besucht, bei der das Publikum so nah an die Autos, die Fahrer und das gesamte Geschehen herantreten kann und das unter einer so freundlichen Atmosphäre. Wo ich mich auch befand, begegneten mir zufriedene Menschen, die von den Fahrzeugen begeistert waren. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Australien die Heimat eines der ältesten „Ferrari Owners’ Clubs“ ist“, schwärmte Johansson weiter.

Text: Jan Richter
Fotos: Ferrari


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