Die Schöne und die Biester locken bei Silverstone Auctions

Silverstone Auctions hat für die Maiversteigerung nicht nur Hypercars unter einer Million Pfund, sondern auch einen Alfa Romeo von 1965 aufgeboten, der so einmalig schön ist, dass man ihn im Wohnzimmer parken möchte. Hier sind unsere Favoriten unter den Losen.

Die sechziger Jahre waren die goldene Epoche des Karosseriebaus und gerade in Italien gab es viele berühmte Namen. Heute ist wieder eine starke Nachfrage nach Individualität entstanden: Es lässt sich inzwischen sogar ein kleines Comeback der sonderangefertigten Autos beobachten. Doch heute sind diese Exemplare sehr viel größer proportioniert. Und es ist nicht mehr so einfach, ein so schönes Objekt wie diesen Alfa Romeo 1900 von 1965 zu entwickeln. Entstanden ist der Alfa bei Autotecnica del Lario und gilt als einer von nur acht Fahrzeugen.

Die kompakten, Leichtbau-Autos, die Alfa Romeo in jener Zeit produzierte, erfüllen ein aktuelles Bedürfnis nach sportlichen und vergnüglichen Autos, die auch ohne schiere Power überzeugen. Der Stahlrohrrahmen im Superleggera-Stil und eine hinreißende Aluminium-Karosserie zusammen mit Alfa Romeos über 100 PS starker Twin Cam-Motor ergeben eine verlockend leichte italienische Automobilkultur. In der Farbe Verde Inglese kann man sich kaum ein schöneres Auto vorstellen, oder?

Aber wer pure Leistung bevorzugt kommt an den beiden Hypercars in dieser Auktion kaum vorbei. Der McLaren P1 zählt zu den Größen dieses Segments und mit einer Schätzung unter einer Million Pfund bietet er auch noch ein beachtliches Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Porsche 918 bewegt sich in einer ähnlichen Preisregion, aber mehr als doppelt so viele wurden gebaut. Für einen LaFerrari muss man schon rund 2 Millionen Pfund investieren – wobei es darauf ankommt, mit wem man spricht. Der P1 verkörpert die Spitze des Hypercar-Design mit der wie in Folie eingeschweißt wirkenden Karosserie – kaum vorstellbar, dass die aktuellen Preise noch nach unten rutschen würden.

Das zweite Hypercar ist der wunderbare Ford GT, der gebaut wurde, um Le Mans zu gewinnen. Dieses gelang ihm, wobei die straßentaugliche Variante nicht nur Motorsportgene besitzt, sondern auch eine gelungene Hommage an den ursprünglichen GT40 darstellt. Mit einem Schätzwert von 600.000 – 700.000 Pfund – das Doppelte des Originalpreises – hat sich der Ford GT als großer Erfolg für Ford entpuppt.

Letztlich sollten wir noch ein Schlaglicht auf die Rallye-Ikonen der neunziger Jahre werfen. Ford startete in dieses Jahrzehnt mit dem Sierra Sapphire RS Cosworth 4x4. Das Auto feierte große Erfolge im Rallyesport wie auch im Verkauf, denn er erwies sich als unschlagbare schnelle Familienlimousine. Dieses Exemplar in Magenta mit Interieur in Raven zeigt nur 14.000 Meilen auf der Uhr, hatte nur einen Besitzer, der auch keinerlei Modifikationen vornehmen ließ. Dann gibt es noch den Lancia Delta Evo 2 Final Edition von 1995, der ebenfalls aus Erstbesitz stammt und 5.400 Kilometer auf dem Tacho zeigt. Der dritte im Bunde ist ein Subaru Impreza 22B von dem angeblich nur 16 Exemplare ins Vereinigte Königreich importiert worden waren. Zum 40. Jubiläum von Subaru kommt man mit diesem Auto Colin McRaes eigenem Rallye-Fahrzeug im offiziellen Trim schon sehr nahe. Der aktuelle Besitzer hatte es 18 Jahre lang und mit einem Tachostand von 49.000 Meilen hat man die seltene Chance, einen modernen Klassiker sein Eigen zu nennen, der die Inspirationsquelle für eine ganze Gamer-Generation war.

Sie können den kompletten Silverstone Auctions-Katalog im Classic Driver Markt studieren.