Audi R8 Spyder: Nur mit 10-Zylinder

In Frankfurt zeigt Audi mit dem Audi R8 Spyder 5.2 FSI quattro einen direkten Konkurrenten zum Porsche 911 Turbo. Dank fehlender Sideblades wirkt der Spyder eleganter als sein Coupé-Bruder, tritt jedoch mit 525 PS starkem V10-Triebwerk ebenso stark auf. Das neue Topmodell im Ingolstädter Fuhrpark soll Anfang 2010 auf den Markt kommen.

Der Audi R8 Spyder 5.2 FSI spielt eindeutig in der Liga des Cabrio-Topmodells aus Zuffenhausen, das versprechen Preis, Leistung und Fahrdaten des von der quattro GmbH in Neckarsulm entwickelten offenen Sportwagens. Aussichten auf eine kleinere V8-Variante des Spyders gibt es momentan nicht, stattdessen wird der Zweisitzer vom 525 PS starken V10-Triebwerk angetrieben. Dieses entwickelt seine Maximalleistung bei 8.000/min und liefert ein Drehmoment von 530 Nm bei 6.500 Touren. Die Beschleunigung aus dem Stand auf 100 km/h ist in 4,1 Sekunden erreicht, nach 12,7 Sekunden liegt Tempo 200 an. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 313 km/h beziffert, also nur 3 km/h langsamer als beim Coupé. Der Verbrauch soll im Mix beim handgeschalteten R8 Spyder bei 14,9 Litern Superplus liegen; die R Tronic-Version genehmigt sich 13,9 Liter.

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Im Vergleich zum Coupé entfallen die markanten Sideblades hinter den Türen, dadurch wirkt der Spyder gestreckter und eleganter als die geschlossene Version. Zwei gewölbte Hutzen hinter den Sitzen mit großen integrierten Lüftungsöffnungen sollen dem Rücken des offenen Zweisitzers ein kraftvolles Profil verleihen. Neben dem Design stand vor allem die Gewichtsoptimierung im Fokus – durch die erforderlichen Cabrio-Elemente sollte ein möglichst geringes Mehrgewicht entstehen. Dafür wurden beispielsweise die Seitenteile und der Deckel über der Verdeckablage aus Kohlefaser-Verbundmaterial gefertigt. Als Verdeck kommt ein 30 Kilogramm leichtes Stoffdach zum Einsatz, das – elektrohydraulisch bewegt – binnen 19 Sekunden im Verdeckkasten hinter den Sitzen verschwindet – und das auch während der Fahrt bis 50 km/h. Trotz Gewichtseinsparungen wiegt der Spyder mit 1.720 kg (Schaltgetriebe) 100 Kilogramm mehr als das Coupé.

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Die beheizbare Glasscheibe ist vom Verdeck getrennt in die Schottwand versenkt. Sie lässt sich per Schalter separat ein- und ausfahren, bei geöffnetem wie geschlossenem Verdeck. Ein zusätzliches Windschott mit einer Netz-Struktur gibt es serienmäßig dazu; zwei Handgriffe genügen, um es in die Schottwand hinter den Sitzen einzuklinken. Das Softtop bietet Audi übrigens in drei verschiedenen Farben an.

Eine besondere Neuheit für optimales Telefonieren während der Cabrio-Fahrt präsentiert Audi im R8 Spyder mit dem optionalen Gurtmikrofon für die Freisprechanlage. Durch drei in den Gurt integrierte flache Mikrofone, von denen sich bei angelegtem Gurt mindestens eines in der idealen Position zum Fahrer befindet, soll eine reibungslose Kommunikation bei geöffnetem Verdeck auf der Autobahn möglich sein. Ein viertes Mikrofon ist vorsichtshalber im Frontscheibenrahmen untergebracht, sollte der Fahrer einmal – aus welchen Gründen auch immer – nicht angeschnallt sein.

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Der Grundpreis für den neuen Porsche-Jäger liegt bei 156.400 Euro. Zum Vergleich: Das Turbo Cabrio aus Zuffenhausen kostet 157.057 Euro. Für die Differenz könnten Sie beispielsweise die ersten sieben Tankfüllungen bezahlen.

Text: Jan Richter
Fotos: Audi



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