Audi A2 Concept: Zweite Chance für den Avantgardisten

Audi A2 Concept: Zweite Chance für den Avantgardisten

Audi bringt den A2 zurück. Eine Studie des auf maximales Platzangebot und minimalen Verbrauch ausgelegten Kleinwagens feiert auf der IAA in Frankfurt Premiere. Diesmal mit Elektromotor an Bord.

Mit Informationen halten die Ingolstädter noch hinterm Berg. Bisher werden nur die Abmessungen von 3,80 Metern in der Länge, 1,69 Meter Breite und 1,49 Meter Höhe genannt. Damit ist das A2 Concept deutlich kürzer, aber dafür höher als der A1, der in der Audi-Modellpalette die Position des konventionellen Kleinwagens im Polo-Stil einnimmt. Raumgewinn bringt unter anderem der Einsatz von Brake-by-Wire- und Steer-by-Wire-Technologie. Dabei werden Bremse und Lenkung elektrisch gesteuert, so dass auf die platzraubende Mechanik verzichtet werden kann.

Audi A2 Concept: Zweite Chance für den Avantgardisten Audi A2 Concept: Zweite Chance für den Avantgardisten

Um den Platz im Innenraum optimal nutzbar zu machen, verfügt die Studie über einen ebenen Innenboden, auf dem vier verschiebbare Einzelsitze montiert sind. Das Gestühl im Fond wartet in Kinosesselmanier mit hochklappbaren Sitzflächen auf, der Freiraum in der Mitte soll sich für den Transport eines aufrecht stehenden Fahrrads eignen. Der Laderaum bietet dank einer horizontalen Unterteilung doppelte Abstellfläche.

Audi A2 Concept: Zweite Chance für den Avantgardisten Audi A2 Concept: Zweite Chance für den Avantgardisten

Hinzu kommen die für Studien üblichen Spielereien, in diesem Fall mit der Beleuchtung. So zieht sich etwa aus den Heckleuchten ein rotes LED-Band um die Fahrzeugflanken, über das beim Bremsen ein rotes Lichtband fließt – in Geschwindigkeit und Intensität abhängig von der Stärke des Pedaltritts. Auch Abblend- und Tagfahrlicht sind als LEDs ausgeführt. Weiterer Gag: Das Nebelschlusslicht projiziert mittels Leuchtdioden ein Warndreieck auf die Straße.

Audi A2 Concept: Zweite Chance für den Avantgardisten Audi A2 Concept: Zweite Chance für den Avantgardisten

In der Serienversion, die zwischen 2013 und 2015 starten könnte, dürfte davon nicht viel übrig bleiben. Auch der rund 95 PS starke E-Motor mit dem 250 Kilometer Fahrt möglich sein sollen, könnte höchstens eine von mehreren Antriebsalternativen sein. Denn zu teuer darf der A2 nicht werden. Weil nicht zuletzt der hohe Preis den zwischen 1999 und 2005 gebauten Vorgänger mit Aluminium-Karosserie zum Flop hat werden lassen. Da halfen auch das große Platzangebot und der sparsame Antrieb des Winzlings nicht.

Text: SP-X
Fotos: Audi