Audi A1 Clubsport Quattro: Das Biest vom Wörthersee

Die sportlichen Grenzen des Audi A1 erkundet ein brachiales Showcar auf dem GTI-Treffen am Wörthersee. Der Allradler mit 503 PS und Rennsport-Optik gibt dabei auch einen ersten Vorgeschmack auf den für 2012 erwartete Audi RS1.

Das Top-Modell der Kleinwagen-Baureihe dürfte dann aber deutlich ziviler auftreten als das aktuelle Schaustück für die PS-Freaks der Schwestermarke. Der auf dem VW-Tuning-Treffen (1. Juni bis 4. Juni) präsentierte A1 Clubsport Quattro greift nämlich optisch in die Vollen. Dominierendes Element ist ein voluminöser Dachflügel, Frontschürze und Motorhaube warten mit gigantischen Lufteinlässen auf und die Scheinwerfer wirken mit ihren roten Elementen, als wären sie blutunterlaufen. Hinzu kommen Details wie ein Kohlefaser-Dach, Karbon-Schweller und Außenspiegel im Stil des Sportwagens R8.

Audi A1 Clubsport Quattro: Das Biest vom Wörthersee Audi A1 Clubsport Quattro: Das Biest vom Wörthersee
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Die aggressive Optik ist dabei keine Angeberei, sondern ein Hinweis auf die überquellende Motorleistung. Für den Antrieb sorgt der traditionell-typische Audi-Fünfzylinder. Der 2,5-Liter-Motor, der auch in den Serienmodellen TT RS und RS3 eingesetzt wird, kommt in der Studie auf 503 PS. Sein maximales Drehmoment von 660 Nm verteilt er über ein manuelles Sechsganggetriebe an die vier permanent angetriebenen Räder. Wie bei den Tourenwagen aus dem Rennsport mündet der Auspuff nicht am Heck, sondern an der linken Flanke vor dem Hinterrad.

Dank des niedrigen Gewichts von nur 1.390 Kilogramm – neben einigen Carbon-Teilen auch Resultat des Verzichts auf eine Rückbank – erreicht der A1 Clubsport Fahrleistungen wie sonst nur Supersportwagen. Der Standardsprint auf 100 km/h dauert lediglich 3,7 Sekunden, Tempo 200 ist nach 10,9 Sekunden erreicht. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 250 km/h begrenzt.

Für eine Serienproduktion ist die Clubsport-Studie deutlich zu extrem. Einige ihrer Design-Elemente sollen künftig aber über den Zubehörkatalog für den Serien-A1 angeboten werden. Auch wenn im kommenden Jahr der Audi RS1 startet, werden sich dort wohl einige der dezenteren Stilelemente wiederfinden. Als Motorisierung dürfte jedoch ein Vierzylinder-Turbobenziner mit zwei Litern Hubraum fungieren, der es auf rund 220 PS bringt. Allradantrieb soll zur Basisausstattung gehören.

Text: Holger Holzer
Fotos: Audi