Aston Martin DB4: 50. Jubiläum

„Danke Herr David“, waren die Worte von Designer Harold Beach, als der Aston Martin Patron David Brown den letzten Entwurf für ein neues Aston Martin Modell absegnete. Am 21. Juni 2008 kehrte Harold Beach nach Newport Pagnell zurück, um zusammen mit vielen Aston Aficionados den legendären Aston Martin DB4 zu feiern.

Der DB4 feierte 1958 seine Premiere auf der London Motor Show und sorgte für einiges Aufsehen. Angetrieben von einem vollständig aus Aluminium gefertigten Sechs-Zylinder-Motor – entwickelt von Tedek Marek – sollte der von Touring entworfene 2+2-Sitzer in die Analen der Aston-Geschichte eingehen. Er galt nicht nur als der schnellste Aston Martin aller Zeiten, sondern auch als das begehrenswerteste Coupé aus britischer Produktion. Der DB4 war unglaublich teuer, er war ein Aston Martin und natürlich ein waschechter Brite.

Natürlich hatte auch der DB4 einige Kinderkrankheiten, die mit jeder neuen Serie kuriert wurden. Eines dieser Gebrechen war die Langlebigkeit des Aluminium-Aggregats, die sich nach einigen Modifikationen deutlich erhöhte. Ein weiteres Problem war die Kühlung des Motors. Erst die letzten Generationen konnten ohne Probleme vom Jet-Set der 60er Jahre auch in wärmeren Gefilden wie der Riviera oder der Côte d’Azur eingesetzt werden.

Den Abschluss dieser Modellreihe bildet die „Serie V“. Sie ist durch einen längeren Kofferraum und abgeschrägte Scheinwerfer identifizierbar. Locker betrachtet könnte man sagen, die Serie V ist ein DB5 mit kleinem Motor und einem Vier-Gang-Getriebe. Insgesamt verließen rund 1.000 DB4-Modelle die damals neuen Hallen in Newport Pagnell.

Aston Martin DB4: 50. JubiläumAston Martin DB4: 50. Jubiläum

Von nah und fern machten sich DB4-Besitzer auf den Weg in das kleine Städtchen Newport Pagnell in der Grafschaft Buckinghamshire. Organisert wurde die Jubiläums-Party von Kingsley Riding-Felce, dem Chef des Aston Martin Lagonda Werksservice. Herr Riding-Felce lies es sich nicht nehmen, jeden DB4-Fahrer persönlich zu empfangen.

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Höhepunkt war der Auftritt und die Rede des – trotz seines hohen Alters – munteren DB4-Vaters Harold Beach. Der Altmeister erzählte einige Anekdoten über seine Erlebnisse mit der Ingenieur-Legende John Wyer und Aston Martin Oberhaupt David Brown.

Text: Jan-Christian Richter
Fotos: Porsche



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