Artcurial Auktion zur Rétromobile Paris: Resultate

Mit einer Verkaufsrate von 80 Prozent und einem Gesamterlös von fast acht Millionen Euro war die „Artcurial Motorcars“-Auktion auf der diejährigen Rétromobile ein voller Erfolg. Der Topseller war ein Bugatti Typ 57C Atalante, der für 580.000 Euro einen neuen Besitzer fand.

Für das neue Artcurial-Motorcars-Team, angeführt von Matthieu Lamoure, war das Ergebnis eine Sensation. Mit von der Partie war auch der ehemalige Rennfahrer Maître Hervé Poulain, der vor 2.000 Menschen acht Stunden lang auf dem Podium performte. Der höchstdotierte Bugatti Typ 57C Atalante wurde im Ranking gefolgt von einem Invicta Typ LS 4,5 Liter von 1931, der mit einem finalen Gebot von 535.000 Euro den zweiten Platz belegte. Große Beachtung erfuhren auch die Versteigerungen eines Mercedes-Benz 300 SL Roadsters von 1958, der für 417.624 Euro den Besitzer wechselte, und eines Aston Martin DB4 Series III von 1961, der für die etwas unrunde Summe von 182.508 Euro unter den Hammer kam. Wer mit kleinerem Budget nach Paris gereist war, konnte bei der prominent besetzten Artcurial-Auktion ebenfalls fündig werden – und etwa für 15.300 Euro einen stilechten Citroën 2 CV von 1953 mit nach Hause nehmen.

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In rekordverdächtige Sphären bewegte sich die Versteigerung, als ein Lancia Rallye 037 von 1983 für beeindruckende 221.573 den Zuschlag erhielt und ein grüner Lamborghini Espada von 1973 seinen Schätzpreis fast verdoppelte und für 71.943 Euro verkauft wurde. Mit Rallye-Klassikern und Siebzigerjahre-Sleepern kann man derzeit einfach nichts falsch machen. Kurz darauf erschien der Jamiroquai-Frontmann und bekennende Petrolhead Jay Kay, um 190.300 Euro für einen 1962er Ferrari 250 GTE auf den Tisch zu legen. Ein stolzer Preis, wenn man bedenkt, dass die Sportwagen bisher hauptsächlich als Spender für GTO-Replicas genutzt wurden. Auch ein frisch restaurierter Porsche 356 A von 1956 verkaufte sich mit 80.199 Euro oberhalb des Schätzpreises, während einer unserer Favoriten und Tipps, der BMW M1 von 1979, für nur 129.734 Euro in neue Besitzerhände wechselte. In einigen Jahren wird uns das denkbar günstig erscheinen.

Der Verkauf der belgischen Maserati-Sammlung verlief weniger erfolgreich. Weder der Maserati Mexico, noch der Ghibli oder der 3500 GT Spyder fanden neue Besitzer. Dagegen verlief die Versteigerung einer Staatslimousine recht amüsant: General De Gaulles 1960er Simca Presidence V8 Cabriolet von Henri Capron wurde an einen patriotischen Franzosen für knapp 118.000 Euro verkauft, der anschließend stolz deklarierte, dass das mächtige Fahrzeug in Frankreich bleiben wird. Halten Sie zudem bitte Ausschau nach der Person, die das Lot mit der Nummer 205, ein 1964er Alfa Romeo 1600 Giulia Spider (rund 38.000 Euro), erworben hat. Sollte ein athletischer Brite mit einem verdächtig-anmutenden Gehstock mit dem Wagen davonbrausen, könnte dieser mehr als nur eine Fahrzeugsammlung im Sinn haben.

Text: Classic Driver
Fotos: Cathy Dubuisson