Alfa 8C Spider: Italian Striptease!

Alfisti aus aller Welt stockt der Atem: Auf dem kommenden Genfer Autosalon wird sich der Alfa 8C erstmals ohne schützende Dachhülle räkeln! Mit 450 PS starkem Achtzylinder-Beben, betörendem Klang und verführerisch wogender Karosserie ist dieser Spider die wohl schärfste italienische Versuchung zwischen Palermo und Turin. Hoffnungen sollte man sich jedoch keine machen – die Produktion des tief ausgeschnittenen Kurvenstars ist auf 500 Exemplare begrenzt.

Ganz frisch ist der Rummel um „Otto Tschi“, wie man den Alfa 8C in Italien ausspricht, allerdings nicht. Seit im Herbst 2003 auf der IAA in Frankfurt der Alfa 8C Competizione als geschlossener Prototyp vorgestellt wurde, standen die Telefone in der Mailänder Firmenzentrale nicht mehr still: Das Feedback der internationalen Alfa-Fangemeine auf den dramatisch geschwungenen Sportwagen war immens, die Zahl der Interessenten kaum zu überblicken. Statt die Gerüchte um eine bevorstehende Kleinserien-Produktion des Alfa 8C Competizione zu bestätigen, belastete Alfa die Nerven seiner Jünger knapp zwei Jahre später mit einer weiteren Designstudie: Während des Concours d’Elegance 2005 im kalifornischen Pebble Beach wurde die offene Variante des gefeierten Concept Cars enthüllt – wieder einmal ohne Start-Termin.

Erst im Herbst 2007 ging der Alfa 8C Competizione tatsächlich in Produktion. Zwar vorerst nur als Coupé, limitiert auf 500 Exemplare und zu einem Preis jenseits von 150.000 Euro, dafür mit einem 450 PS starken 4,7 Liter V8-Motor mit Maserati-Genen unter der Haube. Als Gegenstück wird nun in Genf endlich die Serienversion des Alfa 8C Spider enthüllt: Ebenfalls 450 PS brodeln unter der Haube, für die Verzögerung sorgt die bekannte Karbon-Keramik-Bremsanlage. Die Struktur der Karbonkarosserie und das Innenraumdesign stimmen ebenso mit dem Coupé überein wie die Begrenzung der Produktion auf 500 Stück. Für das Verdeck hat Alfa Romeo ein klassisches Stoffdach gewählt, das man per Knopfdruck elektrohydraulisch unter der Abdeckung verschwinden lassen kann. Dann, so verspricht der Pressetext aus Mailand, kommt auch endlich der betörende Klang des Achtzylinders genügend zur Geltung. Wir sagen Danke für den Tipp – aber ganz ehrlich: Bei diesem Auto hätten die Pressefotos im unschuldigen Weißlack bereits völlig ausgereicht, um unsere Phantasie auf Hochtouren zu bringen!

Text: Jan Baedeker
Fotos: Alfa Romeo



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