Alfa 147 GTA

Die Strecke Hamburg - Sylt ist gerade zu perfekt, um das Potential des rassigen Italieners einmal unter Beweis zu stellen. Seit Frühjahr 2003 ist der Alfa 147 GTA in Deutschland zu haben. Wie auch sein größerer Bruder, der 156 GTA, wird er von einem 3,2 Liter V6 Motor mit 250 PS angetrieben. Bei Beschleunigungswerten von 6,3 Sekunden auf Tempo 100 sollten sich Rivalen wie der VW Golf R32 oder der Audi S3 warm anziehen.

Die verbreiterten Kotflügel und die großen Lufteinlässe wirken äußerst aggressiv; allerdings ist seine Erscheinung stets sportlich und nicht protzig - eben mit italienischen Anmut. Auch im Innenraum wird Design groß geschrieben. Die stilvoll geschwungenen Armaturen, verziert mit Aluminium-Applikationen, sind ein wahrer Augenschmaus. Der bis 300 Stundenkilometer reichende Tacho und das Sechsgang-Getriebe lassen auf hohe Leistung schließen - ohne überhaupt den Motor gehört zu haben. Dreht man den Schlüssel um, erwacht der tief röhrende V6.

Ein paar hundert Meter gefahren, spürt man das stramme und agile Sportfahrwerk, nervös aber nicht unangenehm. Im unteren Drehzahlbereich sorgt das starke Drehmoment für Vorschub, welches maximal mit 306 Nm bei 4800U/min erreicht ist. Doch der Gaszug ist hungrig. Ab 4000 U/min entfaltet sich die Kraft brachial und man wird nach vorne katapultiert. Da der GTA ein Fronttriebler ist und im Gegensatz zu allradgetriebenen Sportwagen die Leistung nicht optimal auf die Strasse bringen kann, muss man das Sportlenkrad gut festhalten - allerdings ist der GTA dank seiner Fahrwerksoptimierung gut zu meistern.

Kurven verzehrt der GTA am liebsten, die Sportsitze bieten guten Seitenhalt und mit dem Gasfuß wird gewürzt. Bei Geschwindigkeiten ab der 200er Marke wird der Alfa leichtfüßig. Der Fahrer sollte ihn dann mit zwei ruhigen Händen und Respekt genießen. Die Bremsenkraft ist angemessen und einfach zu dosieren.

Auf Sylt, dem Zuhause von schwarzen Porsche und silbernen SLK, fiel der rote Italiener ziemlich auf - selbst Ferrari-Fahrer schauten etwas genauer hin. Doch vorsichtig am Strand, denn den GTA soll es voraussichtlich nur mit Frontantrieb geben.

Wer Interesse an dem sportlichen Italiener hat, kann sich an den Hamburger GTA-Experten André Ansems bei Centro Automobile in Hamburg wenden. Tel. 040 553003 212, eMail: [email protected]

Text: Benjamin Knapp Voith

Foto: Classic Driver