AJS E95 „Porcupine“: Stachelschwein verspricht Auktionsrekord

Bonhams wird Mitte August im kalifornischen Carmel eines der seltensten und begehrtesten Motorräder der Welt versteigern: Nur vier Exemplare der britischen AJS E95 mit Spitznamen „Porcupine“ (zu Deutsch Stachelschwein) wurden gebaut, das Auktionshaus rechnet mit einem Rekordgebot von mehr als 750.000 US-Dollar.

„Die Porcupine steht an der Spitze der Motorradwelt“, erläutert Bonhams-Chef Malcolm Barber. „Sie ist eine der schönsten, elegantesten und innovativsten Rennmaschinen, die jemals gebaut wurden. Sie verbindet Technologie und Kunst. Vergleichbare Motorräder gibt es eigentlich nicht – nur eine Cyclone Board Track Racer von 1915, eine Moto Guzzi V8 oder eine RC Honda Grand Prix aus den Sechzigerjahren könnte annähernd an diese AJS heranreichen.“ Die 1954 gebaute Maschine trägt ihren Spitznamen aufgrund der stacheligen Lüftungsfinnen auf den Zylinderköpfen und wurde zu ihren Glanzzeiten sehr erfolgreich im Rennsport eingesetzt. Die letzten zwei Jahrzehnte war die „Porcupine“ im National Motorcycle Museum in England ausgestellt, der Motor wurde erst kürzlich überholt. Erst 2009 war die auf 750.000 US-Dollar (rund 525.000 Euro) geschätzte AJS beim Pebble Beach Concours d’Elegance zur besten Maschine ihrer Klasse gewählt worden.

Bei der Bonhams-Auktion am 18. und 19. August 2011 in der Quail Lodge im kalifornischen Carmel kommen noch weitere klassische Motorräder und Automobile zum Aufruf – etwa ein von Frank Stella gestaltetes BMW M1 Art Car aus dem Besitz des Solomon R. Guggenheim Museums in New York.

Text: Jan Baedeker
Fotos: Bonhams