ADAC Nürburgring Classic 2006 – Rückblick





Die Eifel wurde am letzten September-Wochenende zum Treffpunkt für Liebhaber historischer Automobile. Bei der ADAC Nürburgring Classic hatte der Motorsport mit historischen Rennfahrzeugen ebenso seinen Platz wie andere Facetten des klassischen Automobilbaus. „Bereits im zweiten Jahr hat sich die ADAC Nürburgring Classic als eigene Veranstaltung etabliert“, erklärte Rennleiter Hans Schnock. „Wir haben das Grundkonzept weiterentwickelt und haben die Vorschläge der Teilnehmer berücksichtigt. Die Rückmeldungen aus dem Fahrerlager sind durchweg positiv.“ADAC Nürburgring Classic 2006 – RückblickADAC Nürburgring Classic 2006 – Rückblick

Zu den sportlichen Höhepunkten zählte das Zurich 500-km-Rennen für historische Tourenwagen und GT-Fahrzeuge aus den 50er und 60er Jahren. Die Distanz des Rennens war auf vielfachen Wunsch der Besitzer historischer Rennboliden von 300 Kilometern auf die 500-km-Distanz verlängert worden. Peter und Lutz Richrath (beide Bergheim) gewannen das Langstreckenrennen in 3:41:24.315 Stunden auf einem Porsche 911 Carrera RSR. Mit ihrem Sieg verteidigten die Porsche-Piloten erfolgreich die Tabellenführung in der ADAC Classic Trophy und sicherten sich beim Finallauf gleichzeitig den Titel. Als Zweiter überquerte Marcus Graf von Oeynhausen (Bad Driburg) im Jaguar E-Type die Ziellinie.

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Dahinter das Team Classic Driver aus Griesheim in seinem bärenstarken Ford Fairlane 500. Das Fahrer-Duo „Fred“ und „Barney“ zeigten einmal mehr, wie man die gigantische, graue Fuhre souverän um die Kurven hetzt. Wir gratulieren unserem Team und drücken schon mal fest die Daumen für ihren nächsten Einsatz in Spa!

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In den beiden Rennen mit historischen Nachwuchsformelfahrzeugen, den einzigen Rennläufen, die ausschließlich auf der modernen Grand-Prix-Strecke ausgetragen wurden, kämpften die Piloten um den Graf Berghe von Trips Pokal. Hier sicherte sich der Däne Palle Ringstroem (March) den Sieg im ersten Rennen. Den zweiten Lauf gewann Frank Taubert (Roßtal) auf March.

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Etwas ruhiger, aber keineswegs weniger faszinierend, ging es bei den Gleichmäßigkeitsprüfungen über die legendäre Nordschleife zu. Bei diesen Wettbewerben steht nicht die Höchstgeschwindigkeit im Vordergrund, es geht vielmehr darum, möglichst punktgenau eine selbst vorgegebene Rundenzeit zu treffen. Das älteste Fahrzeug im Wettbewerb für Vor- und Nachkriegsfahrzeuge bei der Fahrt durch die Grüne Hölle war ein Alvis Speed 20 SA, der im Jahr 1932 gebaut wurde. Erstmals gingen im Rahmen der Gleichmäßigkeitsprüfungen auch Fahrer der Classic Masters mit Fahrzeugen aller Jahrgänge an den Start.

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Zu einer kleinen Reise in die Rennsportgeschichte lud das ADAC Ausstellungszelt ein. Dort wurden ausgewählte Raritäten präsentiert: Oldtimer-Enthusiasten hatten die Möglichkeit, drei Silberpfeile aus den Jahren 1934, 1939 und 1954 zu sehen. Absolutes Highlight: Der legendäre Mercedes-Benz W25, der erste silberne deutsche Rennwagen, sowie der W154, mit dem Juan Manuel Fangio 1954 erstmals Weltmeister wurde, beeindruckte die Classic-Fans.



Doch bei der ADAC Nürburgring Classic standen nicht nur die klassischen Renn- und Sportwagen auf der Strecke im Vordergrund. Besucher und Besitzer historischer Boliden nutzten die Gelegenheit zu Benzingesprächen im Fahrerlager, wo sich die Markenclubs von AC Cobra, Austin Healey, Marcos, Morgan Gentleman Drivers Cup und Porsche dem Publikum präsentierten. Die Kombination aus Motorsport auf der legendären Nordschleife und dem Szenetreffen der Oldtimer-Enthusiasten im Fahrerlager faszinierte Fans und Fahrer. Außerdem wurde der Nürburgring zum Mekka für Liebhaber nostalgischer Traktoren und Trecker. Auf einer eigens eingerichteten Eventfläche gab es etliche Jahrzehnte Landwirtschaftsgeschichte zu bewundern. Über 400 der altehrwürdigen Schlepper wurden auf dem riesigen Gelände unmittelbar hinter der Haupttribüne ausgestellt.

Unsere Fotografin Nanette Schärf hat die rennsportlichen Emotionen dieser Veranstaltung gekonnt eingefangen. GENIESSEN SIE EINEN BLICK IN IHRE BILDERGALERIE…

Text: ADAC / Classic Driver
Fotos: Nanette Schärf



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