ADAC GT Masters: Das Supercar-Finale

Seit letztem Wochenende steht der erste ADAC GT Masters Titelträger fest. In der seit 2007 stattfindenden Rennserie für ambitionierte Gentlemen Driver schob Christopher Haase seinen Lamborghini Gallardo GT3 auf Rang 1 der Gesamtwertung. Über die Höhepunkte des Finallaufs auf dem Hockenheimring lesen Sie in folgendem Rennbericht…

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Rennbericht

Schon in der ersten Runde wurde der Rennfluss durch den Einsatz des Safety Cars unterbrochen. Klaus Ludwig hatte seine Pole umgesetzt und kam als Führender vor Peter Kox, Philipp Peter (Ferrari), Jiri Skula (Corvette) und Jan Seyffarth (Porsche) aus dem ersten Umlauf zurück. Zwei Raufereien bei Einfahrt der Parabolica und in der Spitzkehre sorgten für mehrere Blech- und Folgeschäden. Unter Anderem rollte Thomas Mutsch mit rauchendem Ford GT auf der Start-Ziel Geraden aus. Bevor die Marshalls den von Matech eingesetzten GT aus der Gefahrenzone bergen konnten, züngelten bereits erste Flammen aus dem Heck.

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Aus Sicherheitsgründen schickte Rennleiter Sven Stobbe das Sicherheitsfahrzeug bis zum Ende der fünften Runde auf die Strecke. Beim Re-Start setzten sich Ludwig und Kox vom Feld ab, während Peter unter Druck des jungen Tschechen Jiri Skula geriet. Ähnlich wie am Vortag, als noch Klaus Ludwig mit der Martini Callaway Corvette hinter Peter auf eine Überholmöglichkeit lauerte, war es nun Skula. Gianni Morbidelli überholte derweil zwischen ein und zwei Konkurrenten pro Runde und war auf dem Weg Richtung Top 10.

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Eine zweite Safety-Car Phase nach einem Unfall von Ralf Preßlein (Ferrari) führte das Feld wieder kurz zusammen. Nach Rennfreigabe sah alles nach einem Triumph von Peter Kox / Albert von Thurn und Taxis aus. Mit Rang Zwei hätte das Duo acht Punkte gesammelt, wäre Morbidelli auf Platz 9 ohne Punkte geblieben. Doch als die 28. Rennminute angebrochen war, rollte der #6 Gallardo mit Peter Kox am Steuer aus. Rauchwolken über dem Heck zeugten von einem Schaden am V10 Saugmotor. Damit war der Titelkampf entschieden. Christopher Haase durfte sich schon vor dem Fahrerwechsel als neuer Meister feiern lassen. Sämtliche Taktiken für das Rennen waren nun Makulatur.

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An der Spitze wurde jedoch nach den Pflichtstopps weiter gekämpft. Jürgen von Gartzen (Corvette) führte vor Moser (Ferrari) und Matzke (Corvette) sowie Stephane Lemeret im Phoenix Aston Martin DBRS9. Nachdem Bert / Lemeret am Samstag wegen Spritmangel auf Rang Zehn ins Ziel kamen, sah es nun nach einem erfolgreicheren Abschluss des Rennens aus. Ein Reifenschaden vorne links machte diese Hoffnungen jedoch zunichte und ein zusätzlicher Boxenstop war nötig.



Eine Stop-and-Go Strafe sollte schließlich über den Sieg im letzten Lauf entscheiden. Die Zeitnahme registrierte für die auf Rang Eins liegende Corvette von Ludwig / von Gartzen eine um drei Sekunden zu kurze Aufenthaltszeit in der Boxengasse. Nachdem von Gartzen die verhängte Strafe nicht innerhalb der festgeschriebenen drei Runden antrat und auch die schwarze Flagge der Rennleitung ignorierte, wurde die Corvette vom Rennleiter disqualifiziert. Philipp Peter / Henri Moser fuhren daher ihren zweiten Gesamtsieg im ADAC GT Masters ein. Rang Zwei ging an Skula / Matzke vor der schnellen Dodge Viper von Haapalaeinen / Sepp, die damit ebenfalls ihr Samstagsergebnis wiederholten.

Kommentare nach dem Rennen

„Damit hatte ich nicht mehr gerechnet“, so ein vom Erfolg überwältigter Christopher Haase auf dem Podium. „Ich muss meinem Team vielen, vielen Dank sagen. Die haben die ganze Nacht geschraubt, damit ich hier heute überhaupt fahren konnte. Für mich ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen.“

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„Christopher hat den Titel verdient“, gab sich Albert von Thurn und Taxis sportlich. „Uns hat das Glück heute etwas gefehlt, dennoch wird heute gefeiert. Mit dem Vizetitel hatte ich zu Saisonbeginn wirklich nicht gerechnet.“

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Mit dem vierten Rang am Sonntag schoben sich Jan Seyffarth und Frank Schmickler noch an Kaufmann / van der Lof (ARGO Racing) vorbei auf den dritten Meisterschaftsrang. Den Titel in der Porsche Markenwertung hatte man sich bereits beim vorletzten Rennen am Sachsenring gesichert, in Hockenheim durfte man auch die Vizemeisterschaft in der Teamwertung feiern. „Wir hatten heute ein richtig gutes Rennen, alles hat gut funktioniert“, strahlte Jan Seyffarth. „Über die Saison haben wir immer gepunktet und kamen mit dem Porsche immer besser zurecht. Mit Rang Drei in der Fahrerwertung und Platz Zwei bei den Teams können wir sehr zufrieden sein.“

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Philipp Peter / Henri Moser (Ferrari) siegten wie am Samstag auch im Sonntagsrennen auf dem Hockenheimring. „Heute war das Rennen viel anstrengender als gestern“, gestand Henri Moser. „Erst als die Nachricht von der Disqualifikation der Corvette kam, konnte ich etwas Tempo rausnehmen.“

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Der von Peter Kox und Prinz Albert von Thurn und Taxis pilotierte Lamborghini Gallardo GT3 steht ab sofort zum Verkauf. Der Preis beträgt 185.000 Euro exklusive Mehrwertsteuer. Weitere Informationen finden Sie unter www.reiter-engineering.com.

Mehr Informationen zur ADAC GT Masters finden Sie unter www.gtmasters.org.

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Text: Classic Driver
Fotos: Nanette Schärf



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