ADAC Eifelrundfahrt · 15. – 17. August 2003

Kommen, sehen, staunen: Die ADAC Eifelrundfahrt (15. – 17. August 2003) rund um die Eifelstadt Nideggen bietet für Fans, Familien und Fotografen auch in diesem Jahr das ideale Ziel für einen Wochenend-Ausflug in die Automobil-Historie. Fast acht Dutzend klassische Fahrzeuge aus sechs Jahrzehnten lassen bei der dreitägigen Tour durch die schönsten Gegenden der Eifel Geschichte lebendig werden. Zur Erinnerung an die Vorväter des Nürburgrings präsentiert sich vom historischen Sportwagen über betagte Familienkutschen bis hin zum Urahn der heutigen Kompaktwagen eine Auswahl schöner und bemerkenswerter Fahrzeuge. Ausgangspunkt und Zielort der Tagesetappen ist jeweils Nideggen, von hier aus geht es an allen drei Tagen auf attraktive Rundfahrten. Freitags führt die Schleife bis nach Stadtkyll. Am Samstag steht eine große Eifel-Ardennen-Fahrt über Eupen bis nach Aachen auf dem Programm. Sonntags dreht sich die Oldtimer-Show mit Teilnehmervorstellung und Corso rund um Nideggen.

Die vom ADAC Nordrhein getragene und in Kooperation mit der Stadt Nideggen und ADAC-Ortsclubs organisierte Eifelrundfahrt bietet nicht nur reichlich Gelegenheit, die Ahnen heutiger Autos in Bewegung zu sehen. Bei den regelmäßigen Zwischenstopps können Besucher die Fahrzeuge auch im Detail studieren und mit den stolzen Besitzern fachsimpeln. Letztere sind dabei in drei Gruppen eingeteilt, die der Veranstaltung an jedem Tag ein unterschiedliches Starterfeld bescheren. Für die ambitionierten Teilnehmer wird die ADAC Eifelrundfahrt als sportliche Veranstaltung über drei Tage ausgeschrieben, bei der Gleichmäßigkeits- und Orientierungsaufgaben zu lösen sind – alles selbstverständlich unter strikter Beachtung der geltenden Verkehrsregeln. Jene Fahrer, die es eher ruhig angehen lassen wollen, können sich für eine touristische Rundfahrt über zwei oder drei Tage (Samstag bis Sonntag bzw. Freitag bis Sonntag) anmelden. Zusätzliche Fahrzeuge kommen schließlich nur für den abschließenden Corso rund um Nideggen in die Eifel, der damit auch einen krönenden Abschluss der Veranstaltung darstellt.

Attraktive Zuschauerpunkte

An jedem Veranstaltungstag werden für die Zuschauer besondere Highlights geboten. Am Freitag etwa bietet sich an, beim Start in Nideggen (12.00 Uhr, Innenstadt – Zülpicher Tor und Rathaus) dabei zu sein. Besonders schöne Foto-Perspektiven gibt es darüber hinaus in Benenberg. Der Samstag lockt mit einer ganzen Reihe attraktiver Punkte zu einem Tagesausflug: Nach dem Start (08.30 Uhr Zülpicher Tor für das sportliche Feld und ab 09.30 Uhr am Rathaus für die touristischen Teilnehmer) führt der Weg über das belgische Eupen (sehenswerte Kulisse) bis nach Aachen, wo die historischen Automobile ab etwa 11.45 Uhr durch die Fußgängerzone und vorbei am historischen Rathaus bis zur Mittagspause vor dem Spielcasino (ab 12.00 Uhr) rollen. Dort erfolgt auch der Re-Start, der zum beliebten Stadtrundkurs in Kornelimünster führt. Als Zuschauerpunkt im weiteren Verlauf bietet sich außerdem die Durchfahrt durch Simonskall (14.45 Uhr) an. Der Sonntag steht ganz im Zeichen der Motorsport-Historie: Nach dem Start um 9.30 Uhr wird zunächst eine kleine Schleife über Füssenich / Zülpich und Sinzenich gefahren, bevor es nach der Mittagspause zu zwei Höhepunkten der Veranstaltung kommt: Die Vorstellung der Teilnehmer vor dem Rathaus in Nideggen (ab 14.30 Uhr) sollte niemand verpassen, der etwas mehr über die Fahrzeuge und Fahrer wissen möchte. Anschließend gehen die Teilnehmer auf die 33 km lange ehemalige Rennstrecke „Rund um Nideggen“. Hier lebt die Historie des heutigen Nürburgrings wieder auf, denn an gleicher Stelle fand bereits 1922 die erste Eifelrundfahrt statt. Die bereits damals vom Vorläufer des heutigen ADAC Nordrhein organisierte Veranstaltung ging mit der Eröffnung des Rings 1927 in das Eifelrennen – die erste Motorsport-Veranstaltung auf dem Nürburgring – auf. Die Teilnehmer bewegen ihre Fahrzeuge also auf höchst historischem Boden, der nach einer Korso-Runde mit Polizei-Eskorte nach Wunsch wiederholt unter die Räder genommen werden kann.

Fahrzeuge aus sechs Jahrzehnten am Start

Der Ausflug zur ADAC Eifelrundfahrt lohnt nicht nur für all jene, deren Herz den klassischen Vorkriegs-Oldtimern gehört. Denn zum Start zugelassen sind historische Fahrzeuge bis in die 70er Jahre hinein. So lässt sich – vom Ford T (Baujahr 1913) über den „Leukoplastbomber“ genannten Lloyd Alexander (1958) bis hin zum 70er-Jahre-Traum-Sportwagen Iso Rivaolta Grifo (1974) – Technik-Geschichte im Zeitraffer erleben. Opas und Uropas Traumautos sind in Form eines Bentley Open Tourer (Baujahr 1936) ebenso mit von der Partie, wie Vaters ehemaliges Wunschgefährt in Form von Alfa Romeo Giulia und Giulietta (1960er-Baujahre). Und wer weiß? Vielleicht entdeckt hier mancher seine „alte (Automobil-)Liebe“ wieder und manch junger Besucher seine Vorliebe für die klassischen Formen, die oft scheinbar gar nichts mit den windschnittigen Limousinen heutiger Tage zu tun haben.

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Fotos & Text: ADAC