6. AvD-Oldtimer-Gala

Mit einem Alphabet der Automobilmarken lädt die AvD-Oldtimer-Gala am 1. und 2. September zu einem Besuch des 6. European Concours d'Elegance in Schwetzingen. Das älteste Gefährt ist ein 1902 gebauter DeDion Bouton Phaeton, dessen Karosse noch der einer Kutsche gleicht. Prämiert werden die Klassiker von einer 30-köpfigen internationalen Jury, die aus namhaften Designern, Ingenieuren und Historikern gebildet wird. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft des baden-württembergischen Finanzministers Gerhard Stratthaus und des AvD-Präsidenten Fürst zu Ysenburg.

Besonders hervorgehoben wird in diesem Jahr das 80-jährige Jubiläum von Volvo. Die Schweden zeigen beim Concours fast alle wichtigen Volvo-Automobile der Geschichte. Ein Höhepunkt ist der ÖV 4 Jakob von 1927, der älteste Volvo in Privathand. Die Besitzer von klassischen Volvo parken im Volvo-Club-Parking im Schlossgarten und werden auf der „Volvo-Terrasse“ am Südflügel des Schlosses empfangen.

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Das Jubiläums-Display zeigt neben dem erwähnten Jakob unter anderem auch den 704 TR, zwei Typ 654, eine Limousine 831, den PV 36 „Carioca“, ein 655 Cabriolet, die Typen PV 56 und PV 60, den Achtsitzer „Transfer“ und einen PV 444 mit Dachblinkern. Das Nachkriegsdisplay eröffnet ein PV 444 Cabriolet Valbo, fortgesetzt mit PV 544 Sport, 122 S, 144, 262 C, 480 Cabriolet (Prototyp), bis in die Moderne mit dem Prototypen des C 30.

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Zu den wertvollsten Oldtimern des Concours gehören ein Alfa Romeo 6 C 2500 von 1939, der den Concours Villa d'Este 2007 gewann, ein Cadillac Imperial 341 des Jahres 1928, der amerikanische Duesenberg J von 1929, der Hispano-Suiza H6B mit der Karosserie von Erdmann & Rossi und der Maserati 5000 GT, der einst auf Bestellung des Shah von Persien entstand und von dem erstmals auch noch eine Cabriolet-Version aus dem Jahre 1961 gezeigt wird.

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Erwähnenswert ist zudem das einmalige Pininfarina Coupé eines Ferrari 166 MM des Holländers Hendrick Koel, das schon beim Concours d'Elegance im amerikanischen Pebble Beach seiner Klasse gewann. Fast einmalig – es existieren weltweit noch zwei Exemplare – ist der Audi-Alpensieger von 1912, der vom Technik-Museum in Speyer anrollt. Aus der Zeit des ersten Avus-Rennen stammen gleich zwei Einzelstücke: der NSU 5/25 Bootsheck Rennwagen von 1925, den das Autovision-Museum in Altlussheim erstmals in einem Concours zeigt, und der einmalige und längst verloren geglaubte Protos Rennwagen, der beim Avus-Eröffnungsrennen 1921 in Berlin dabei war. Ein wahres Einzelstück ist auch der Duhanot Tourer von 1908, das einzig verbliebene große Modell der französischen Marke, die nur zwischen 1906 und 1908 existierte.

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Als Rahmenprogramm bilden die Stuttgarter „Saloniker“ im Schlosspark Inseln der Musik – die bekannte Jazzband „The Strangers“ aus Frankfurt spielt am Nordflügel des Schlosses und der österreichische Pianist Burle Baumgartner unterhält die Gäste an der Volvo-Terrasse, während man in der Nähe bei Apeccino an der Vespa-Cafébar einen Mokka trinken kann.

Weitere Informationen zur AvD-Oldtimer-Gala finden Sie unter www.oldtimergala.de.

Text: Classic Driver
Fotos (aus 2006): Nanette Schärf


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