3. Lauf FHR Historischer Langstrecken Cup 2004

Erwartungsgemäß zählte dieses Rennen mit 63 Nennungen zu den Spitzenveranstaltungen in der laufenden Saison. Da aber in diesem Jahr ein neues Streckenabnahmeprotokoll in Kraft tritt, welches gegenüber 2003 (60 Starter) nur noch 54 Fahrzeuge zulässt, sah sich der Koordinator und Rennleiter in Personalunion vor Probleme gestellt. Praktischerweise wurde das geänderte Abnahmeprotokoll erst zwei Wochen vor der Veranstaltung dem DAMC 05 zur Kenntnis gebracht.

62 Teams nahmen das Zeittraining auf und bei sonnigem Wetter unterboten fünf Fahrer die magische Grenze von 2:30 Minuten, wobei die Teams Brauer (Lotus Elan) 2:31, Seher (BMW 2002 ti) 2:32 und Wagner/Schmitz (Ford Mustang) 2:32:4 nur leicht darüber blieben.

Bedingt auch durch das gute Wetter und einer optimalen Leistung der Start-Voraufstellung sowie Mithilfe aller Teilnehmer, stellten sich 54 Fahrzeuge dem Starter. Weitere vier Fahrzeuge aus der Reserveliste warteten in der Boxengasse. Der Start verlief problemlos und Klaus-Dieter Frers (Porsche 904/6) und Alexander Trojan (BMW 2002) legten mit Runden von unter 2:30 Minuten die Messlatte.

Den zahlreichen Zuschauern bot sich durch das große Feld und viele spannende Positionskämpfe ein imposanter Anblick. Wieder einmal demonstrierten die Teams eine vorbildliche, faire Fahrweise, die auch vor den Augen der Sportkommissare eine positive Beachtung fand.



Nach den ersten Boxenstops gab es die erwarteten Positionsveränderungen, aber einige Teams mussten auch mit technischen Problemen kämpfen. Unser Freund aus Dänemark, H.J.-Krag, der mit seinem Ford Shelby in der Spitzengruppe mitfuhr, hatte Bremsprobleme und auch Dr. Kolb/Sobietzki auf dem Austin Healey Kat. E überforderte seine Bremsen in der Anfangsphase.

Während K.D. Frers mit seinem überlegenen Porsche 904/6 die Klasse 8 kontrollierte, gab es heftige Positionskämpfe um die anderen Plätze. Guy Hoffeld, allen bekannt als schneller Mustang-Fahrer, wurde von Udo Schwarz als Co-Pilot für den blauen Porsche eingeladen. Guy zeigte noch zum Ende des Rennens extreme Driftwinkel zur Freude der Zuschauer, und erreichte zusammen mit Udo Schwarz und Max Schell einen guten 2. Platz in der Klasse und Platz 11 im Gesamtklassement.



Beachtlich auch die Leistung von Wolfgang Friedrichs/Werner Bluhm, die im wunderschönen Aston Martin zum Klassensieg fuhren und Platz 6 im Gesamtklassement erreichten. Die Favoriten in der Tourenwagenklasse bis 1600 ccm, Wilms/Grandmontagne, mussten sich dem Team Winterhagen/Balzar beugen, die ihren Alfa GT 1600 weit nach vorne in die Gesamtwertung fuhren.

Pech hatte unser amtierender Meister Donny Wagner, der seinen Mustang mit einer defekten Zylinderkopfdichtung vorzeitig abstellen musste. Unsere Newcomer, Vater und Sohn Hamacher, kommen immer besser mit ihrem Alfa Romeo Giulia zurecht und erreichten in der zusammengelegten Klasse bis 1600 ccm (Kat.G) einen 2 Platz.



Während K.D. Frers und Trojan/Lindenbaum unangefochten die Spitze hielten, Richard Bremmekamp fungierte hier als Teamchef, hatten Seher/Wosnitza großes Pech. Wegen eines Lagerschadens mussten sie zwei Minuten vor Rennende den BMW abstellen und verpassten so, mit 73 absolvierten Runden, den 3. Platz im Gesamtklassement.




Text: Jürgen Möhle
Fotos: FHR Langstrecken Cup


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