3. Lauf des European F2 Club in Silverstone

Das große „Silverstone Classic“-Meeting vom 30. bis 31. Juli bot zwar einen tollen Rahmen für den dritten Lauf zur internationalen Rennserie “European Formula 2 Club“, dennoch fanden sich lediglich 13 Teams auf dem prestigeträchtigen GP-Kurs ein. Viele der durch Abwesenheit glänzenden Rennpiloten hatten allerdings plausible Gründe für ihr Fehlen – ihre Rennwagen erlitten zum Teil erhebliche Motorschäden am Nürburgring. So war es weder Philipp Harper, noch Walter Nef und Willy Markwalder gelungen, ihre Aggregate rechtzeitig wieder in Stand zu setzten. Sepp Mayers Brabham war ebenfalls nicht einsatzbereit, und ohne seinen Kollegen Harper verzichtete schließlich auch der Franzose Jacques Colibert auf die Teilnahme. Zudem erschien die weite Reise nach Großbritannien einigen Fahrern wohl zu beschwerlich, umso mehr als im engen Zeitplan der „Silverstone Classic“ statt der üblichen zwei Rennen nur ein Lauf Platz fand.

Nachdem er im freien Training wegen eines Öllecks am March 772-BMW kaum zum Zug gekommen war, erzielte der Schweizer Christian Fischer am Freitagnachmittag beim einzigen offiziellen Training mit Abstand die schnellste Zeit aller F2-Club-Teilnehmer. Er musste lediglich drei der bärenstarken Formel-5000-Boliden den Vortritt lassen, die im gleichen Feld mitfuhren. Chris Alford (March 762-BMW) war knapp vor dem Deutschen Walter Hoffmann und dessen 1,6-Liter March 712M Zweitschnellster. Nur knapp hinter Wolfgang Mathais exotischem Toj sowie Lindstones Tecno T69 bezog bereits Amanda Whitaker mit ihrem leistungsschwächeren Chevron B34 Formel Atlantic Aufstellung. Nachdem ihn ein defekter Zündverteiler ihn außer Gefecht gesetzt hatte, nutzte Serienorganisator Oskar Christen die Zeit für Gespräche mit dem Veranstalter – mit dem Ergebnis, dass die Serie bei diesem Anlass in Zukunft wohl einen höheren Stellenwert erhält.

Chris Alford versuchte lange erfolglos am besser gestarteten Walter Hoffmann vorbeizukommen und erst gegen Ende des Rennens konnte er schließlich das Duell gegen den kämpferischen Deutschen zu seinen Gunsten entscheiden. Im Mittelfeld lieferten sich Wolfgang Mathai, Mark Lindstone und Amanda Whitaker ebenfalls ein heißes Gefecht um den vierten Platz in der F2-Wertung. Nach sieben von zwölf Runden musste Lindstone allerdings wegen eines gebrochenen vorderen Querlenkers am Tecno die Boxengasse ansteuern. Die schnelle englische Amazone suchte weiterhin einen Weg vorbei am goldenen Toj, auf den Geraden zog jedoch der Zweiliter immer wieder davon. Letztendlich behielt Mathai um 4/10 die Nase vorn.

Der nächste Lauf des European Formula 2 Clubs findet im Rahmen der historischen Rennen in Le Mans (LM Story) vom 3. und 4. September statt.

Weitere Informationen unter www.europeanf2.com.

Text: J. Philip Rathgen / EFC
Fotos: EFC


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