18. Monaco Yacht Show: Traumhafen

Wenn sich im monegassischen Port Hercules 95 Superyachten mit einem Gesamtwert von mehr als zwei Milliarden Euro versammeln, dann ist entweder die Formel 1 zu Gast oder die Monaco Yacht Show eröffnet ihre Pforten. Vom 24. bis zum 27. September traf sich die Yachtwelt im Fürstentum zur Monaco Yacht Show. Mehr als 40 Neuvorstellungen feierten ihre Welt- oder Europapremieren.

Sonne und ein wenig Regen, das ist zumindest die Wetterbilanz der diesjährigen Yacht Show in Monaco. Zum Glück, sind die gezeigten Riesen-Yachten bei jedem Wetter beeindruckend. Eines der ersten Ziele ist die 68,15 Meter lange Yacht Kismet, die bereits 2007 die Lürssen Werft in der Nähe von Bremen verlassen hat. Mit einer Breite von 12,08 Metern bietet, die Kismet reichlich luxuriösen Lebensraum. An Bord mangelt es den Passagieren an nichts – vom riesigen en Suite Spa-Bereich der Eignerkabine bis zur eigenen Disco mit einer großzügigen Bar aus Onyx. Auf dem Hauptdeck wartete eine besondere Überraschung: wo auf anderen Booten ein Helikopter parkt, präsentierte sich der neue Siebener von BMW – ein schönes Bild. Zusammen mit BMW Auto-Chefdesigner Adrian van Hooydonk luden die Münchner zu einem spannenden Design-Talk ein.

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Wer spezielles Design mag, der sollte auf jeden Fall im nächsten Jahr am Stand von Wally vorbeischauen. In diesem Jahr zeigte Wally mit sechs Yachten von klein bis groß, vom Segler bis zum Turbinenboot, was sie unter reduziertem Design verstehen. Ein kleines Highlight war die Wallynano Biancaneve. Der rund 36 Fuß lange Segler, sorgte gerade bei den Damen – aufgrund seiner rosa Lackierung für Entzücken.

Die längste Anreise hatte eindeutig die Segelyacht Red Dragon. Gebaut wurde der 51 Meter lange Riese von der neuseeländischen Werf Alloy Yachts. Die Sloop mit dem strahlend blauen Rumpf wurde für den Belgier Guy Ullens gebaut, der mit dem roten Drachen in See stechen will. Ein besonderes Feature der Red Dragon ist nur zu sehen, wenn die – trotz ihrer Größe – schnittige Yacht unter vollen Segeln ist, denn dann erscheint der Schiffsname in riesigen chinesischen Zeichen auf dem Großsegel.

Man kann sich vorstellen, wie schwer es ist, die Aufmerksamkeit der Besucher von den schwimmenden Luxusvillen anzulenken. Doch genau das gelang einer schwedischen Kunstflieger-Staffel, die mit waghalsigen Flugmanövern im Tiefflug über die Decks der Yachten glitten. Weitere Ablenkung vom Tagesgeschehen finden die besucher der Yacht Show am Abend, denn nach Messeschluss verwandeln sich die Liegeplätze der Aussteller in die schwimmenden Hot Spots des Fürstentums.

Wer gerne in diese spezielle Welt der Superyachten eintauchen möchte, der sollte sich im nächsten Jahr im September auf den Weg nach Monaco machen, denn der Besuch der Yacht Show ist immer wieder aufs Neue eine beeindruckende Angelegenheit.

Text: J. Philip Rathgen
Fotos: Eric Knoll / Pierre Pettavino



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