12. Ennstal-Classic – Ein Event der Extraklasse übertrifft sich selbst

Die im steirischen Gröbming stattfindende 12. Ennstal-Classic ist an und für sich schon eine Klasse für sich, aber dem Organisatoren-Duo Zwickl/Glöckner gelingt es immer wieder aufs Neue das Vorjahr noch ein wenig zu toppen. So auch dieses Jahr, man glaubt es kaum, aber die Ennstal-Classic übertrifft sich jedes Jahr wieder selbst. Weniger mit den Startern, deren es 180 waren (hier dürfte wahrlich die Grenze erreicht sein), sondern mit der Vielfalt der Fahrzeuge und teilnehmenden Teams. Aus über 305 Nennungen wurden diese auserkoren und durften an dem drei Tage dauernden Spektakel teilnehmen.

Gröbming, ein Juwel im wunderschönen Steirerland ist Jahr für Jahr mit Begeisterung Gastgeber des Events. Die Gemeinde, die Bevölkerung, sie alle machen das besondere Flair der Ennstal-Classic aus.

Zum sportlichen Ablauf, bzw. zum Reglement sei gesagt, dass die Organisatoren den Teilnehmern strikt vorschreiben, auf jegliche Hilfsmittel, digitaler, bzw. nicht „zeitgemäßer“ Art zu verzichten. Ein mehr als richtiger Schritt in eine Richtung, die dem Oldtimersport mit Sicherheit sehr gut tut. Kontrolliert wird dieses selbstverständlich schon bei der technischen Abnahme, auf der Strecke und auch, zum Erstaunen einiger, kurz vor der Start/Ziel Rampe (die Beifahrer der fünf Erstplazierten wurden durch einen technischen Leiter ersetzt und das Fahrzeug zur Überprüfung geführt).

Donnerstag: Prolog Dachstein Tauern, herrliches Wetter, ca. 107 zu fahrende Kilometer. Beginnend bei Tage und mit dem für einige mit hohen Startnummern, spät endenden Zieleinlauf im vom Skisport nicht unbekannten Schladming. Volksfestartige Stimmung bei der Fahrt durch das Etappenziel.

Freitag: Früh morgens starten die ersten um 7.00 Uhr zur großen Tauernrunde und die Runde verträgt das Wort „groß“ auf alle Fälle, denn es handelt sich um ca. 580 zu fahrende Kilometer. Wir reden hier von bis zu 12 Stunden Fahrzeit und das über Pässe und herrliche Bergstrecken. Die zu fahrenden Schnitte bei den Sonderprüfungen verlangen hier Mensch und Maschine sehr viel ab, was sich auch an einigen Ausfällen am Ende der Runde bemerkbar macht, so manches Auto fehlte im Zieleinlauf.

Samstag:Von vielen als das wahre Highlight bezeichnet, geht es um Show und Sport. Eine geniale Kombination, denn Gröbming platzt aus allen Nähten wenn es darum geht, die besten Plätze für den TAG Heuer Grand Prix von Gröbming zu ergattern. Zu verstehen ist darunter ein Demonstrationslauf Legenden menschlicher- und fahrzeugtechnischer Natur, und das im wahrsten Sinne. Wenn ein Emerson Fittipaldi einen Alfa Romeo P3 bewegt oder Sir Stirling Moss das legendäre Uhlenhaupt Coupe gekonnt über die GP-Strecke dirigiert, dann weiß man, warum das Herz höher schlägt.

Herausragende, seltene und geschichtsträchtige Fahrzeuge gibt es ja wirklich sehr viele bei der Ennstal-Classic aber, man verzeihe mir dieses, war für mich das absolute Highlight der von Zweimüller an den Grand Prix Start gebrachte Maserati A6 GCS Coupe. Ein atemberaubendes, nur drei mal gebautes Coupe das in seiner Form und Einzigartigkeit seinesgleichen sucht....

Prominente gehören zur Ennstal-Classic wie Öl und Benzin. Jeden einzelnen aufzuzählen würde den Rahmen sprengen, erwähnt seien hier nur der absolute Publikumsmagnet Rowan Atkinson alias Mr. Bean der einen seiner Jaguar Mark V II an den Start brachte. Das Publikumsinteresse war derart gross dass, er es teilweise nicht einmal schaffte, seinen Wagen bei Etappenzielen zu verlassen oder seine Sollzeit einzuhalten (arm auch das Team hinter dem Komiker, denn die erlebten dies auch alles hautnah mit). Ein Erlebnis für Ihn und die Zuschauer war es alle mal.

Tobias Moretti, Thomas Muster, Peter Kraus, Klaus Wildbolz, Franz Klammer und weitere ließen sich nicht nur kurz blicken, sondern nahmen die gesamte Strecke mehr oder weniger erfolgreich unter die Räder.

Zum sportlichen Teil: Die Ennstal-Classic hat wieder gezeigt, dass die Dichte und die Spitze der Gewinnanwärter derart groß geworden ist, dass es sich wirklich nur um Haaresbreite unterscheidet, ob man vorne mitmischt oder im dreistelligen Punktebereich befindet. Kleinste Fehler auf der gesamten Strecke werden nicht mehr verziehen und schlagen sich sofort in der Platzierung nieder. Mitfahren in Gröbming ist das Eine, gewinnen das Andere! Gewonnen hat, man könnte jetzt sagen wie immer, Rudolf Schraml, diesmal mit Helmut Artacker als Navigator, in einem Ferrari 275 GTS Spider. Zu Rudolf Schraml sei gesagt, dass er die letzten fünf (!) Rallyes bei denen er an den Start ging, alle gewonnen hat. Schraml zeichnet eine unglaubliche Konstanz aus, mit der er es versteht sein Fahrzeug ausnahmslos im sehr geringen Strafpunktbereich zu bewegen. Von den 18 Sonderprüfungen hat er lediglich eine gewonnen, war aber bei allen anderen immer weit vorne und das genügt zum Sieg.

Hier ein kleiner Absatz der treffender nicht sein kann (aus der Ennstal Classic Homepage zu Schraml): In der Formel 1 sagt man: Würde man Schumi aus dem Spiel nehmen, dann wäre die Show spannend. Nach der Ennstal-Classic wurden Stimmen laut: Rudi Schraml möge einmal pausieren, den anderen auch eine Chance geben. Doch ein Josef Panis hält dagegen: «Jeder von uns träumt davon, die Ennstal zu gewinnen. Aber ein Sieg zählt nur dann, wenn er über Rudi Schraml erzielt wird. Sonst ist er wertlos.»

In zwei Wochen steht übrigens die Revanche an, die Superfund Oldtimer Rallye Wien-Triest Schraml, Panis und die gesamte „Elite“ der Österreischen Oldtimer Fahrer werden alles daran setzen, die Serie zu beenden, Classic Driver wird berichten.

Die Ennstal Classic hat es wieder geschafft, eine Veranstaltung zu toppen die fast nicht mehr zu übertreffen ist. Mit einem Satz: „Schaun Sie sich das an ... (Zitat Helmut Qualtinger) 2005, sie werden es nicht bereuen.“

Informationen zur Ennstal-Classic finden Sie hier unter: www.ennstal-classic.at

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Text & Fotos: Heinz Swoboda


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