„40 Jahre Lamborghini - Im Zeichen des Stiers“

Kompromisslose Sportlichkeit, kultivierte Aggressivität und italienische Heißblütigkeit - all diese Eigenschaften treffen am besten auf die Edelmarke Lamborghini zu. Seit 1998 gehört der faszinierende Sportwagenhersteller aus Italien zu Audi. Anlässlich des Firmen-Jubiläums würdigt Audi Tradition mit ihrer Sonderausstellung „40 Jahre Lamborghini - Im Zeichen des Stiers“ (Audi museum mobile in Ingolstadt, vom 27. September 2003 bis 26. Januar 2004) das Lebenswerk von Ferruccio Lamborghini und die einzigartige Geschichte einer Luxuswagen-Manufaktur.

„40 Jahre Lamborghini - Im Zeichen des Stiers“„40 Jahre Lamborghini - Im Zeichen des Stiers“

Der Gründer der „Automobili Lamborghini S.p.A.“, Ferruccio Lamborghini, verkörpert den italienischen Traum vom einfachen Landwirtssohn zum angesehenen „ Cavaliere del Lavoro“. Im Zeichen des Stiers geboren, setzte Lamborghini die seinem Sternzeichen zugeschriebenen Eigenschaften um. Mit bedingungsloser Initiative und an Besessenheit grenzender Leidenschaft erfüllte sich der Norditaliener seinen Traum von einem perfekten Sportwagen. Der Stier ziert seit jeher das Wappen Lamborghinis und nimmt für diese speziellen Autos in Anspruch, wofür der Stier steht – Eigenwilligkeit, Stolz, Unzähmbarkeit.

„40 Jahre Lamborghini - Im Zeichen des Stiers“„40 Jahre Lamborghini - Im Zeichen des Stiers“

Nachdem sich Ferruccio Lamborghini zunächst im Traktoren-, Ölbrenner- und Klimaanlagenbau einen Namen in der italienischen Nachkriegs-Industriegeschichte schaffte, gründet er 1963 seine eigene Automobil-Firma in Sant Agata (Bolognese). Der „Legende“ nach habe Sportwagen-Fan Lamborghini zuvor bei Enzo Ferrari vorstellig werden wollen, um dem Verbesserungsvorschläge für dessen Produkte zu unterbreiten, was Ferrari sich von einem Traktorenhersteller verbeten habe. Eine unbestätigte Geschichte, erzählt wird sie dennoch gerne. Ein Jahr später jedenfalls liefert Lamborghini den ersten Lamborghini 350 GTV aus. Der Mythos nimmt hier seinen Anfang und niemand hätte zu diesem Zeitpunkt daran gedacht, dass einmal Prominenz Schlange stehen würde, um einen Lamborghini zu kaufen. In den Kundenbüchern stehen Namen wie Frank Sinatra oder Paul McCartney. In den Reihen der erfolgreichsten Sportwagen findet man unter anderen die berühmten „Countach“ und „Miura“ aus der Modellreihe von Lamborghini.

„40 Jahre Lamborghini - Im Zeichen des Stiers“„40 Jahre Lamborghini - Im Zeichen des Stiers“

Ferruccio Lamborghini meisterte so manche Krise und zog sich 1972 aus der Firma zurück. Die Automobili Lamborghini S.p.A. wechselte fortan mehrfach die Eigentümer. 1998 übernimmt die AUDI AG den exquisiten Sportwagen-Hersteller. Unter ihrer Führung wurden 2001 der Murciélago und 2003 der Gallardo vorgestellt.

„40 Jahre Lamborghini - Im Zeichen des Stiers“„40 Jahre Lamborghini - Im Zeichen des Stiers“

Beim Ausstellungskonzept geht die Museums-Mannschaft von Audi Tradition neue Wege. Gänzlich überdacht entsteht auf der Wechselausstellungsfläche ein eigener in sich geschlossener Raum, in dessen Gängen der Besucher fern von natürlichem Licht, einem Labyrinth gleich, in die Welt von Lamborghini eintaucht. Insgesamt elf Lamborghini-Sportwagen bieten sich in diesem Parcours dem Bewunderer dar. Eine Video-Installation im Herzen jenes „Irrgartens“ der automobilen Emotionen dokumentiert das Leben von Ferruccio Lamborghini, Filme zu den aktuellen Typen Murciélago und Gallardo führen in die Lamborghini Gegenwart und Zukunft ein. Die Schau ist in vier Themenkomplexe eingeteilt. Der Person von Firmengründer Ferruccio Lamborghini folgen die Ära bis zu seinem Ausscheiden, die Übergangsphase mit Beginn der 1970er Jahre bis zur Audi-Ära seit 1998, welche die Sonderausstellung „40 Jahre Lamborghini – Im Zeichen des Stiers“ beschließt.

Folgende Fahrzeuge werden in der größten Lamborghini-Ausstellung, die je in Deutschland gezeigt wurde, präsentiert: 400 GT (1966), Islero (1968), Miura S (1968 – 1971), Espada (1968 – 1978), Jarama (1970), Countach LP 400 (1973), Silhouette (1976), LM002 (1986), Diablo (1999), Murciélago (2001) und Gallardo (2003).

Bonneville war schon immer eine Herausforderung: Temperaturen über 38 Grad, hohe Luftfeuchtigkeit und eine Boden-
beschaffenheit, auf der Reifen nur wenig Haftung finden – unter derartigen Bedingungen Rekorde zu brechen, ist nicht leicht. Doch schon die ersten Testfahrten waren vielversprechend.

Das Audi museum mobile im Audi Forum Ingolstadt ist von Montag bis Sonntag von 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.

Text & Fotos: Audi