“Auto-nom” – eröffnet eine neue Sicht auf das Automobil in der Gegenwartskunst

Düsseldorf. Eine andere Sicht auf das Automobil in der modernen und zeitgenössischen Kunst wird sich den Besuchern der Ausstellung “Auto-nom” im Düsseldorfer NRW-Forum Kultur und Wirtschaft bieten. Das Ausstellungskonzept präsentiert das Automobil als unabhängiges Objekt und thematisiert das Zusammenspiel von Form und Inhalt auf ungewohnte Weise. Dadurch erfährt die offenkundige Symbolik des Autos als Kulturgut mit seinen Bezügen zu Mobilität und Dynamik, aber auch zu Erotik und Macht ihre inhaltliche Erweiterung. Die Ausstellung läuft vom 27. September 2003 bis zum 04. Januar 2004.

Den ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern geht es um die Bedeutung des Autos als formalen und eigenständigen – “autonomen” – Gegenstand. Automobile werden in ihrer Konstruktion und Struktur begriffen. Nicht die technische Maschine mit Einspritzmotor oder das Transportmittel stehen im Vordergrund; auch nicht das Auto als Statussymbol oder Designprodukt. Vielmehr entwickelt sich in “Auto-nom” ein Diskurs über das Objekt selbst, der mit vorgefundenen Bildsprachen strukturalistisch umgeht. Elemente des Formenvokabulars werden isoliert, um sie neu zusammenzufügen, in überraschende Beziehungen zu stellen und auch um sie materiell zu verformen.

Die gezeigten Werke – darunter Arbeiten von Robert Rauschenberg, Frank Stella, Jenny Holzer, Wolfgang Tillmans, Sylvie Fleury, Julian Opie, Santiago Sierra oder Erwin Wurm – sind zum größten Teil Skulpturen und Installationen sowie Bilder , Fotografien und Videos, die aus europäischen und nordamerikanischen Galerien und öffentlichen Sammlungen stammen. Der Kurator der Ausstellung ist Dr. Ulrich Lehmann vom Victoria and Albert Museum in London.

Zum ersten Mal werden in dieser Ausstellung auch alle “Art Cars” von BMW zusammen ausgestellt. Art Cars sind von Künstlerhand bemalte Autos: Seit 1975 Alexander Calder zum ersten Mal einen BMW Rennwagen bemalte, folgten Jahr für Jahr weitere Künstler wie Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Alexander Calder, Jenny Holzer oder David Hockney. Künstler, wie Robert Rauschenberg und Frank Stella, die mit Art Cars in der Ausstellung vertreten sind, steuerten weitere Arbeiten aus ihrem Privatbesitz bei, die die Stellung der Art Cars in ihrem jeweiligen Oeuvre verdeutlichen.

“Das NRW-Forum Kultur und Wirtschaft zeigt in einem innovativen Ansatz Ausstellungen, die gesellschaftliche Fragen und Alltagsphänomene wie Modefotos, Architektur, Design oder Medien vor ihrem kulturellen Hintergrund behandeln. Neue Wege spiegeln sich auch im kulturellen Engagement der BMW Group seit rund drei Jahrzehnten wider. Für die BMW Group ist die Förderung zeitgenössischer Kunst ein fester Bestandteil der gesellschaftlichen Verantwortung, die ein weltweit tätiges Unternehmen über die Produktion und seine Produkte hinaus übernehmen sollte.”, kommentiert ein Sprecher des Unternehmens das Engagement von BMW für diese Ausstellung.

27. September 2003 bis 04. Januar 2004
NRW-Forum Kultur und Wirtschaft, Ehrenhof 2, 40479 Düsseldorf
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 11:00 bis 20:00 Uhr, Freitag bis 24:00 Uhr
Telefax +49 (0)211 - 86 81 859 - eMail [email protected]

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