19.05.2004 Bonhams Aston Martin Auktion 2004 - Rückblick
Obwohl das britische Wetter am 8. Mai alles daran setzte, eine so wichtige Veranstaltung wie die Aston Martin Auktion in Newport Pagnell zu verderben, verlief sie erfolgreicher als je zuvor. V8-Modelle erfuhren einen eindeutigen Preis-Aufschwung. Darüber hinaus wurden der ehemalige James Bond-Vanquish (215.000 Euro) sowie zwei Aston Martin-Rennwagen zu Höchstpreisen versteigert.
1995er DB7GT Factory Prototype 001 – verkauft für 117.000 Euro
Wie jedes Jahr begann die Veranstaltung mit einer großen Automobilia-Versteigerung, bei der über 200 Aston Martin- und James Bond-Sammlerstücke unter den Hammer gingen. Das Highlight war eine Sammlung aus fünf handsignierten James Bond-Portraits (Connery, Lazenby, Moore, Dalton und Brosnan), die für nicht weniger als 22.000 Euro (inklusive Aufschlag) versteigert wurde.
Auktionator Jamie Knight startete die Automobilauktion angemessen in seinem bekannt humorvollen Stil, der sich erneut als äußert effizient erwies. Auf Anhieb wurden bis auf den DB AR1 Roadster die ersten zehn Lots erfolgreich verkauft. Beispiele dafür sind der 1970er DB6 Mk2 Saloon für 58.000 Euro sowie das 1990er Virage Coupé, welches an diesem Tag viele Bewunderer hatte, für knapp 50.000 Euro. Der strahlende 1995er DB7GT Factory Prototype 001 „Gentleman’s Racer’“ wurde, so vermuten wir, an einen Club-Rennfahrer für 117.000 Euro versteigert. Ein weiterer Rennwagen, der ehemalige Lord Downe/Richard Williams/Mike Salmon DB4 4.2-Litre, Baujahr 1960, ging für 100.000 Euro unter den Hammer.
Das letzte Gebot für das Pur Sang-Rose DBR1 Half-Scale Child's Car 001 fiel bei 15.000 Euro (Inklusive Aufgeld 17.000 Euro). Somit erhält der Käufer den Mini-Aston zum offiziellen Listenpreis, nur dass er noch weitere 2.000 Euro Aufgeld dafür „in den Sand setzt“.
1953er DB2/4 MkI Saloon – verkauft für 35.000 Euro
Freitag, Ruhe vor dem Sturm
Die Tatsache, dass ein Fahrzeug wie der DB4GT bei dieser Auktion nicht verkauft wurde zeigt, dass es eine Preisgrenze geben muss und wahrscheinlich wurde sie bei diesem Auto überschritten. Darüber hinaus wäre der Dubonnet Rosso-farbene Aston mit einer anderen Lackierung in grün, schwarz oder silber-grau sicherlich begehrenswerter gewesen.
Weder der 1950er Prince Bertil DB2 Drophead noch die 1966er „Zagato Replica“, basierend auf dem DB6-Modell, fanden einen Käufer. Obwohl die „Replica“ auf den ersten Blick attraktiv wirkte, besaß sie eine ungenau gearbeitete Karosserie – und auch der Motor war nur mit einer Einfunken-Zündanlage ausgestattet. Das – nach Meinung des Autors – beste Fahrzeug der Auktion, ein 1961er DB4 Series III Coupé mit DB4GT-Modifikationen, hätte eigentlich einen Käufer finden müssen. Das Auto trug eine Lackierung in Aston Green mit einer gelben Schnauze und wurde mittels vieler Details wie beispielsweise Schalensitzen ganz auf „Rennwagen“ getrimmt.
1960er DB4 „Restaurationsprojekt“ – verkauft für 50.000 Euro
DB7GT and DB4 Lightweight - beide verkauft
Zwei Restaurationsprojekte fanden ein neues zu Hause – der 1965er DB5 für 40.000 Euro und der 1960er DB4 Series 2 für 50.000 Euro. Letzterer ging direkt an das neueröffnete Heritage Restoration Centre. Ein weiterer DB5, Baujahr 1963, (im restaurierten Zustand) ging für rund 81.000 Euro an seinen neuen Besitzer.
Interessant war zu beobachten, wie hoch die Preise für V8-Modelle lagen. Der exzellente 1986er Aston Martin V8 Vantage wurde für 77.000 Euro verkauft. Etwa 16.000 Euro weniger hätte das gleiche Fahrzeug bei der Auktion 2003 eingebracht.
Die kommende Bonham-Auktion findet am 15. Mai beim Monaco Historic-Treffen statt. Bitte klicken Sie hier, um eine komplette Auflistung in der Classic Driver Datenbank einzusehen.
Alle Ergebnisse der Aston Martin Auktion sehen Sie hier.
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Bonhams Motor Cars Dept.
10 Salem Rd
London W2 4DL
UK