| 22.01.2010 Alfa Spider ![]() Cabrio al dente Text: Sven Jürisch Fotos: Axel Schmies (www.68images.com) Mit dem Alfa im Bild stimmt das Klischee: Gardasee, Frühling, eine Flasche Wein und vor der Trattoria einen Alfa Spider. Herz, was willst Du mehr? Damit der Trip ins Trentino nicht zum Desaster wird, heißt es: Augen auf bei der Fahrzeugwahl. Denn nur allzu oft präsentiert sich das Alfa Cabrio – wie die Pasta in deutschen Restaurants – nicht al dente, sondern verkocht. Anzeige Wenn es so etwas wie den Inbegriff des Dolce Vita auf Rädern gibt, dann steht der Alfa Spider seit Jahrzehnten ganz oben im Rang. Neben dem Fiat Spider oder unbezahlbaren Rennpferden aus Maranello bietet der von Pininfarina gestylte Alfa italienisches Cabrio-Feeling par exellence. Seit 1966 sorgt der Nachfolger der Giulia Spider für verliebte Blicke der Damenwelt und heiße Träume der Männer. Doch egal, wer wen mit dem flotten Flitzer aus Arese beeindrucken wollte, der Effekt war stets der gleiche. Insbesondere die elegante Heckansicht der ersten Serie (gebaut bis 1969) ist es, die die verführerische Note des Alfa ausmacht. Umso unverständlicher, dass gerade dieser Part immer wieder zum Gegenstand der zahlreichen Modifikationen wurde. So kürzte Alfa in der zweiten Serie das Heck um rund zehn Zentimeter und entfernte noch dazu den sanft auslaufenden Bürzel. Dieses als Fastback umgetaufte Modell bildete die Grundlage für alle weiteren Variationen. Besonders schlimm trieben es die Alfa Designer in den Jahren 1983 bis 1989. Plastikwucherungen an Front und Heck sorgten zwar für eine verbesserte Aerodynamik, ließen aber die Alfisti Sturm gegen die Modellpolitik laufen. ![]() Erst mit Erscheinen der letzten Version verschwand das schwarze Gummi und der Alfa durfte, wie unser Fotowagen, seine Reize wieder in glänzendem Lack darstellen. Bis 1993 die letzte Klappe für den in die Jahre gekommenen Kurvenkünstler fiel. Ein Jahr später läutete der keilförmige und frontgetriebene Spider eine neue Ära bei Alfa ein. Doch der Neue konnte nicht annähernd an die Erfolge des stets mit einem Vierzylinder-Doppelnockenwellen-Motor, knorrigem Fünfganggetriebe und Hinterradantrieb antretenden Urspider anknüpfen. Nicht zuletzt, weil ein Umstieg unter den eingeschworenen Alfisti lange Zeit als Hochverrat galt und unbestätigten Berichten zufolge mit zwei Betonfüßen geahndet wurde. ![]() Die Karosserie |
![]() Cabrio al dente ![]() Die Karosserie ![]() Antrieb und Fahrwerk ![]() Fazit und Kosten |
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