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09.04.2010
BMW M1


Prelude

Text & Fotos: Jan Baedeker

Wann kommt eigentlich der neue BMW M1? Die Frage nach einem Supersport-Update aus München wird in der Fachpresse hitzig diskutiert. Dabei ist Giugiaros „Ur-M1“ noch immer zukunftsweisend – auch 30 Jahre nach seinem Debüt. Classic Driver-Kreativchef Jan Baedeker hat die zeitlose Stilikone in München besucht.

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Mit Designstudien und Prototypen ist es so eine Sache: Zahlreiche Concept Cars sind der Formgebung ihrer Zeit weit voraus, doch für die Serienversion rudern die Hersteller artig zurück. Teils aus Angst vor einem konservativen Kundenstamm, teils zugunsten von Finanzierbarkeit und Zulassungsvorschrift. Auch der legendäre BMW M1, der von vielen BMW-Markenjüngern als größter Wurf der Modellgeschichte gepriesen wird, steht am Ende einer Serie von Kompromissen und Relativierungen. Die Geschichte beginnt 1972 mit einem schlicht als BMW Turbo bezeichneten Showcar – übrigens das erste der Marke. Mit Haifisch-Schnauze, Flügeltüren und teils neonorange, teils bordeauxfarbener Bi-Color-Lackierung brach die von BMW-Designchef Paul Bracq entworfene Disco-Flunder drastisch mit dem gemütlichen Charme der bayerischen Modellpalette. Bracq hatte Ende der 1960er Jahre bereits den französischen Expresszug TGV entworfen und wusste, was er tat: Es war die Zeit der Kuben, Kanten und Keile. Erst ein Jahr zuvor hatte Lamborghini den rasiermesserscharfen Countach präsentiert. Und auch BMW konnte sich dem Trend zur UFO-Ästhetik nicht länger entziehen.



Der BMW Turbo sorgte wie geplant für Aufsehen – auch weil er mit 250 km/h eine beachtliche Höchstgeschwindigkeit versprach. Dabei war die Studie eigentlich als Technologieträger für neue Sicherheitskonzepte gedacht: Beladen mit zahlreichen Assistenzsytemen und Knautschzonen, stellte der Vierzylinder-Sportwagen den Schutz seines Fahrers in den Mittelpunkt. Selbst die neongrelle Lackierung an Front und Heck sollte vor allem für Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Doch die Ölkrise machte alle Produktionspläne zunichte. Erst 1976 fiel die Entscheidung, die futuristische Studie als konzeptionelle Basis für einen Rennwagen zu verwenden. Unter dem Projektnamen E26 begann die 1972 gegründete BMW Motorsport GmbH mit der Entwicklung eines ersten eigenständigen Wettbewerbswagens: Der E26 sollte die Erfolgsserie des BMW 3.0 CSI auch in den Rennserien der Gruppen 4 und 5 fortsetzen. Das Reglement verlangte jedoch eine Mindeststückzahl von 400 gebauten Exemplaren in zwei Jahren. Der Rennstrecken-Bolide musste sich demnach auch für den Straßenverkehr qualifizieren.



Prototypen, Procars und Puzzle-Spiele

Prelude
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Prototypen, Procars und Puzzle-Spiele
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Die verkannte Ikone
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Die Fakten
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Bildergalerie
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