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15.07.2009
Porsche 911 Carrera RS 2.7


Eleven Heaven

Text: Mathias Paulokat
Fotos: Jan Baedeker

Mit dem 210 PS starken Carrera RS machte Porsche 1972 ernst. Der Porsche Carrera RS 2.7 war dabei ab Werk weniger als Verkaufserfolg geplant, denn vielmehr als potentes Fahrzeug für den Motorsport. Die erforderliche Homologation in der damaligen Gruppe 4 erforderte eine Kleinauflage von 500 Fahrzeugen. Doch siehe da: Die puristischen und beinahe 250 km/h schnellen Zweisitzer waren bereits im November desselben Jahres restlos vergriffen. Beste Bedingungen für eine späte Klassiker-Karriere. Heute erzielen Porsche 911 Carrera RS Modelle, erkennbar am „Entenbürzel“-Heck, tatsächlich Verkaufspreise von weit über 200.000 Euro – hundertprozentige Originalität und lupenreine Vorgeschichte vorausgesetzt. Und genau das ist meistens die Achillesferse dieser Sportwagen-Legende.

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Ausverkauft! Damit hatten selbst die Stuttgarter Porsche-Mannen nicht gerechnet. Binnen vier Wochen war die Kleinserie von exakt 500 Porsche 911 Carrera RS restlos vergriffen. Erst im Oktober 1972 feierte das leichte Sportmodell auf dem Pariser Automobilsalon seine Weltpremiere. Und schon im November war das Orderbuch der Homologations-Serie randvoll mit Vorbestellungen. Wie konnte das angehen? Radikale Abspeckung, angewandter Leichtbau, der Verzicht auf Dämmstoffe und Komfortmerkmale ließen den Carrera RS objektiv weniger attraktiv erscheinen als die kultivierten Serienbrüder. Porsche setzte deswegen in der Vermarktung bewusst auf die Angebots-Verknappung und ferner auf die Wiederbelebung der ruhmreichen „Carrera“-Bezeichnung. Die Werber texteten im Herbst 1972 testosterongeladen: „Nur 500 Männer werden ihn fahren“.



Der RS verfolgte von Anfang an eine andere Philosophie als der klassische 911 oder auch die 911 Targa-Modelle: nämlich die des Leistungssportlers mit optimalem Gewichtsverhältnis. „Reduziert bis zum Maximum!“ könnte Porsche bei der Entwicklung des neuen Carrera als Leitspruch gegolten haben. Denn der RS maximierte mit seinem auf 2,7 Liter Hubraum aufgebohrten Sechszylinder-Boxermotor die wichtigsten Sportwagen Attribute: Beschleunigungsvermögen, Handling, Direktheit, Fahrfreude, Wettbewerbsfähigkeit. Und das kam damals so an wie heute eine aufgezogene Adrenalin-Injektion, die einem Porsche-Petrolhead an der Startampel intravenös verabreicht wird. Keine Frage, heute symbolisieren frühe Porsche 911 Carrera RS 2.7 Coupés die reine Lehre der besonders sportlichen 911-Varianten. Sie sind begehrenswerte Markenikonen und bieten ihren Insassen ultimative Sportwagen-Askese.



Geburt eines Mythos

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Hofierte Homologationsmodelle
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Gute Gene: Die Erben
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Die Fakten
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