| 03.01.2008 Ferrari 250 GT Berlinetta SWB ![]() Zahlen der Leidenschaft Text & Fotos: Mathias Paulokat Ferrari in seiner schönsten Form: der 250 GT Berlinetta SWB. Klassischer, eleganter und betörender fährt kaum ein anderer Ferrari vor. Der Rennsportwagen zeigt eine einzigartige Silhouette mit geradezu sinnlichen Rundungen im Blechkleid. Dazu herrscht reichlich Kraft im Motorraum: ein Zwölfzylinder sorgt mit rund 260 PS aus nur drei Litern Hubraum für fulminante Fahrleistungen. Kein Zweifel, der Ferrari 250 GT Berlinetta SWB steht für den Höhepunkt einer außerordentliche Zuchtlinie des Cavallino Rampante. Anzeige Manche Ziffern stehen für Legenden. Bei Automobilen sind diese Platzhalter häufig dreistellig. Denken wir zum Beispiel an die 356 oder die 507, an den Code 300 und an die 120. Der Ziffern Lösung: Porsche 356, BMW 507 Roadster, Mercedes 300 SL Flügeltürer und Jaguar XK 120 – allesamt Legenden motorisierter Leidenschaft. Bei der Marke Ferrari gibt es eine ganze Reihe von ausgesuchten Zahlenkombinationen, die den Mythos nähren; damals wie heute. Wenn man bei den Italienern der schlichten Zahl 250 begegnet, heißt es Innehalten. Denn diese Zahl verspricht Großartiges, steht sie doch für frühe Ausnahmefahrzeuge aus Maranello. Die Ziffern haben dabei weniger spektakulären Ursprung als vielmehr eine streng technische Bedeutung: Die Zahl bezeichnet nämlich den Hubraum eines einzelnen Zylinders. 250 ccm mal 12 - macht drei Liter Gesamtvolumen. Erst mit dem Ferrari Dino 246 änderte sich diese eingängige Methode der Typisierung. Der Ferrari 250 GTO von 1962 gilt für viele Liebhaber als Archetyp des potenten Rennsportwagens aus dem Stall von Enzo Ferrari. Doch auch der erste käufliche Ferrari mit Mittelmotor, der 250 LM – LM wie Le Mans - von 1963 zählt zu den Track-Legenden. Natürlich dürfen in dieser Aufzählung der 250er Modelle auch der 250 GT Europa, der 250 GT Tour de France und der 250 TR – TR für Testa Rossa – nicht fehlen. Der 250 GTE 2+2 und das 250 GT Cabriolet gehören ebenso in den elitären Ahnenstamm, dessen Ursprung eine gemeinsame Wurzel hat: das Ferrari 250 MM Coupé Pinin Farina von 1952. MM steht für Mille Miglia. Der ästhetisch vollendete Gipfel der 250er Typen aber zeigt sich unstrittig im Ferrari 250 GT Berlinetta SWB – produziert von 1959 bis 1962. ![]() Aristokratische Ahnenkunde |
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