| 28.07.2006 Tesla Roadster ![]() Achtung Hochspannung! Text: Jan Baedeker Fotos: Tesla Motors Wenn sich der kalifornische Gouverneur und bekennende Hummer-Fahrer Arnold Schwarzenegger bei der Vorstellung eines neuen Elektro-Autos blicken lässt und sogar breit grinsend hinter dem Steuer Platz nimmt, handelt es sich vermutlich nicht um eine Veranstaltung linksradikaler Umweltaktivisten. Und tatsächlich: Der neue Tesla Roadster räumte bei seiner Enthüllung in Santa Monica gleich mit sämtlichen Vorurteilen auf, die dem Elektroantrieb von Seiten der Kunden seit langem entgegenstehen. „Die meisten der bisherigen Elektroautos wurden für Menschen gebaut, die Autos nicht mögen“, sagt Martin Eberhard, Gründer und Vorstand der Start-Up-Firma Tesla Motors auf der Pressekonferenz. „Ich dagegen wollte ein Auto entwickeln, dass ich selbst gerne fahre. Und ich liebe schnelle Autos.“ Nach drei Jahren Entwicklungszeit scheint dieses Ziel in nur erreicht! Der Tesla Roadster beschleunigt in nur vier Sekunden auf 100 km/h, erreicht ganze 210 km/h, hat eine Reichweite von 400 Kilometern, lässt sich in 3,5 Stunden wieder aufladen und produziert dabei keinerlei Abgase. Ab Sommer 2007 kommt der revolutionäre Elektro-Sportwagen auf den amerikanischen Markt, die Preise liegen – je nach Ausstattung – zwischen 67.000 und 78.000 Euro. Anzeige Dass der Tesla Roadster als erstes ernstzunehmendes Elektroauto für einen größeren Markt ausgerechnet aus dem innovationsfreundlichen Silicon Valley stammt, ist kein Zufall. An keinem anderen Ort in den Vereinigten Staaten sind visionäre Ideologien und futuristische Technologien so verzahnt, wie im kalifornischen High-Tech-Mekka. Aus diesem Milieu stammt auch das Venture Capital für das Projekt: Allein Elon Musk, Gründer des Internet-Zahlungssystems PayPal, hat 60 Millionen US-Dollar investiert und Sergey Brin, Mitentwickler von Google, hat seinen ersten Roadster bereits bestellt. „Wir wollen uns aktiv einsetzen gegen die globale Erwärmung“, erklärt Musk sein Engagement für Tesla. „Doch bevor die Firma nicht funktioniert, hilft die Menschenfreundlichkeit nicht viel. Ich sehe einen elektrischen Sportwagen einfach als Möglichkeit, das Verhalten der Amerikaner zum Automobil fundamental zu verändern.“ Der Name Tesla ist übrigens eine Hommage an den genialen aber verkannten Erfinder Nikola Tessla, der Anfang des 20. Jahrhunderts für die Durchsetzung des Wechselstroms sorgte und nebenbei den Radio-Sendeturm und die Fernsteuerung erfand, sich aber nicht gegen die geschäftstüchtigere Konkurrenz durchsetzen konnte. Es bleibt zu hoffen, dass dem Roadster ein ähnliches Schicksal erspart bleibt. ![]() Evolution der Technik |
![]() Achtung Hochspannung! ![]() Evolution der Technik ![]() Ein wachsender Markt ![]() Die Fakten: |
| Stöbern Sie in unserem Auto der Woche Archiv |


























































