Die Highlights der Artcurial-Auktion auf der Pariser Rétromobile

1959er Ferrari 250 GT Spider California mit Werks-Hardtop: Preis auf Anfrage

Für das französische Auktionshaus Artcurial ist die Versteigerung im Rahmen der Retromobilé in Paris quasi ein Heimspiel. Entsprechend erlesen und üppig ist das Angebot: 350 Seiten umfasst der Auktionskatalog, darin absolute Perlen wie der 1959er Ferrari 250 GT Spider California von Roger Vadim.

Bei Classic Driver haben wir kürzlich bereits etwas ausführlicher über den Ferrari 250 GT Spider California berichtet. Da sich die Gebote für dieses Ausnahmestück im Millionenbereich abspielen dürften, werden die derzeitigen Wechselkurse für US-Dollar, Schweizer Franken und Euro einen erheblichen Effekt auf das finale Gebot haben. Auch das Ergebnis bei der Arizona-Auktion in der Woche zuvor wird Auswirkung auf die Preisentwicklung des Ferrari haben.

Der 250 GT stammt aus der Sammlung des französischen Ferrari-Liebhabers Jean-Claude Bajol, einem wahrlich finanzkräftigen Connaisseur mit ausgezeichnetem Geschmack – alle Stücke seiner Kollektion, die bei Arturial zum Aufruf kommen, sind ausgesprochene Classic-Driver-Favoriten: 1964er Lancia Flaminia Sport Zagato (100.000 bis 140.000 Euro), 1967er Bizzarrini 5300 GT Berlinetta Strada mit Aluminiumkarosserie (320.000 bis 420.000 Euro) und 1960er Maserati 3500 GT Spyder Vignale in Rot mit originalen Hardtop (200.000 bis 300.000 Euro).

Ein weiterer Editor’s Choice ist der 1961er Porsche 356 B Super 90, der ohne Reserve für günstige 25.000 bis 30.000 Euro zum Aufruf kommt. Ebenso ein 1968er Maserati Ghibli 4,7 Liter Coupé für 45.000 bis 75.000 Euro und ein 1984er Lancia Rallye 037 für 130.000 bis 180.000 Euro. Zum Rallye-Lancia gesellt sich ein außergewöhnlicher 1977er Fiat 131 Abarth Rally für 50.000 bis 60.000 Euro. Und natürlich darf bei einer französisch-französischen Auktion nicht mindestens ein Exemplar der heimischen Rallyelegende schlechthin fehlen: In dem Fall ist es eine 1969er Alpine A110 1600, die ebenfalls ohne Reserve zum Aufruf kommt, und mit einem Schätzpreis von 50.000 bis 70.000 Euro taxiert wurde.

1938er Horch 853 Cabriolet: 320.000 bis 380.000 Euro

Wie dieses wunderschöne 1938er Horch 853 Cabriolet kommen eine Reihe weiterer Vorkriegsklassiker zum Aufruf. Ein Highlight der Auktion ist Lot Nummer 322, ein 1913er Delaunay Belleville Type O6 8L. Die Pretiose wirkt so, als wäre sie geradewegs aus den Bilderwelten von Babar entsprungen. Auf 400.000 bis 600.000 Euro wird der Tourer geschätzt, der bis heute in derselben Familie verweilte, die ihn einst neue erworben hatte. Und er besitzt noch seine Orignal-Partinium-Karosserie (Partinium besteht größtenteils aus Aluminium, enthält jedoch Wolfram-Anteile).

Ebenfalls Made in Germany sind ein 1937er Mercedes 540 K Cabriolet B für 450.000 bis 550.000 Euro und ein weiteres 1938er Horch 853 Cabriolet für 320.000 bis 380.000 Euro, beide prädestiniert für Pebble Beach. Ebenfalls an der Vorkriegs-Front, wenn auch preislich etwas weiter abgeschlagen, stehen ein 1935er Bentley 3 Litre Sport für 135.000 bis 160.000 Euro und ein 1932er Rolls-Royce Phantom II Coupé de Ville by Fernandez et Darrin für 70.000 bis 120.000 Euro.

1961er Facel Vega HK500: 70.000 bis 90.000 Euro

Natürlich bietet die Artcurial-Auktion auch einige extravagante Design-Klassiker der französischen Automobilgeschichte. So etwa zwei Facel Vega, ein 1964er Excellence Series 2 Export Berline für 120.000 bis 160.000 Euro und ein 1961er HK500 für 70.000 bis 90.000 Euro. Willkomme Concours-Gäste sind wiederum die beiden Delahaye für jeweils 500.000 bis 600.00 Euro: ein 1948er 135 M Cabriolet „Malmaison“ (280.000 bis 400.000 Euro) sowie ein 1947er 135 MS Cabriolet by Franay.

Der Platz reicht nicht aus, um alle empfehlenswerten Lots dieser ausgesprochen attraktiven Auktion zu nennen. Nehmen Sie sich etwas Zeit und schauen Sie sich das gesamte automobile Auktionsangebot im Classic Driver Marktplatz an. Ausführlichere Informationen können wir Ihnen zudem über Lot 358, einen Maserati Merak SS, bieten. Lesen Sie hier.

Die Artcurial-Auktion findet am 3. Februar 2012 auf der Pariser Klassikermesse Rétromobile statt. Um 14 Uhr startet die 200 Lots umfassende Automobila-Versteigerung, um 19 Uhr kommen Uhren, Motorräder und Automobile unter den Hammer.

1954er BSA Avenger: 8.000 bis 12.000 Euro (ohne Reserve)


1961er Porsche 356 B Super 90: 25.000 bis 30.000 Euro (ohne Reserve) 1975er Shelby GT 350 Fastback: 100.000 bis 150.000 Euro
1962er Ferrari 250 GTE Series III: 130.000 bis 160.000 Euro 1977er Maserati Merak SS: 25.000 bis 35.000 Euro (ohne Reserve)

Text: Steve Wakefield (aus dem Englischen von Jan Richter)
Fotos: Artcurial

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