Classic Days Schloss Dyck 2011: Rückblick

Classic Days Schloss Dyck 2011: Rückblick

Licht und Schatten: Das Programm vielfältig und überzeugend, das Wetter durchwachsen - so präsentierte sich die sechste Ausgabe der Classic Days auf Schloss Dyck bei Jüchen Anfang August. Dennoch: Wer automobile Abwechslung liebt, hochwertige Fahrzeuge und Begeisterung, fand bei den diesjährigen Classic Days beinahe alles für ein fast perfektes Wochenende. Classic Driver war vor Ort.

Es ist beinahe schon Tradition: Wenn alljährlich die Classic Days auf Schloss Dyck starten, öffnet der Himmel seine Schleusen - wenigstens stundenweise. In diesem Jahr traf es vor allen Dingen die ganz frühen Vorkriegsfahrzeuge, die am Samstag während eines heftigen Platzregens über die Rundstrecke donnerten. In den praktisch ungeschützten Cockpits von Mercedes Simplex, Bouton, Opel Rennwagen, Siemens Protos und Laurin & Clement galt die Devise: „Augen auf und durch!“.

Unterdessen flüchteten sich die Zuschauer ins weitläufige Miscanthusfeld zu den Clubständen, in die Zeltmeile und unter zahlreiche Regenschirme. Erfahrene Besucher kommen mittlerweile konsequent in Gummistiefeln nach Jüchen, Roadster-Fahrer nicht ohne vorher imprägnierte Persenning. Dafür entschädigte am Sonntag bestes Sonnenwetter die Classic Days Pilger und machte sogar Picknick unter freiem Himmel möglich.

Gegensätzliches schien bei den Classic Days der rote Faden im Programm. Denn genauso vielfältig wie das Wetter, präsentierte sich in diesem Jahr bei der nunmehr sechsten Auflage auch das Themenspektrum der Classic Days. Höhepunkte gab es viele. Dazu zählten sicherlich erneut die „Racing Legends“ und die „Jewels in the Park“. Bei den Rennlegenden handelte es sich um Fahrzeuge mit authentischer Renngeschichte. Sie nahmen als Zeitzeugen ihrer Epoche, großer Rennen, Rennstrecken und Rennfahrer den 2,8 Kilometer langen Dycker Rundkurs in Gleichmäßigkeitsläufen und Demonstrationsfahrten unter ihre Räder. Auch drei Motorradklassen starteten im Teilnehmerfeld. Mercedes-Benz erinnerte an einen ganz Großen mit einem ganz großen Jubiläum: Juan Manuel Fangio zum 100. und 125 Jahre Automobil. Die Stern-Exponate verteilten sich quer über das Festival-Gelände.

Bei den Parkjuwelen handelte es sich in einmal mehr um rund 40 ausgesuchte internationale automobile Preziosen der Automobilbaukunst. Der Auszug aus dem Teilnehmerfeld spricht für sich: in der Sonderklasse fuhr ein Rolls-Royce 40/50 HP Silver Ghost von 1914 vor, in der FIVA A Klasse beispielsweise ein Mercedes-Benz 710 SS Cabriolet/4 von 1929 oder ein Bugatti Type 46 aus dem Jahr 1930. In der Luxury Comfort Klasse gemäß FIVA B glänzten Alfa Romeo 1750 GS Zagato von 1933, Horch 853 von 1936 oder auch MG SA Tickford Drophead Coupe DHC aus dem Jahr 1938.

Wunderschön anzusehen waren auch Mercedes-Benz 500 K Cabriolet und Lincoln Model K, in der Klasse der frühen Konzeptfahrzeuge ein Mercedes-Benz 290 Spezial Roadster von 1934 oder auch ein Alfa Romeo 6C 2500 SS Coupé Bertone. Weitere großartige Automobile wie Talbot Lago T26 Rekord Cabrio mit Worblaufen Karosse von 1947 oder Delahaye 135 M von Graber im Jahr 1948 karossiert, weckten Erinnerungen an längst verflossene Zeiten. Auch ein Wiedersehen mit dem von Ulrich Weinberg restaurierten Glöckler-Porsche Nr. 6 von 1954 glückte bei den Classic Days.

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Die anderen Themen wie das Picknick „Charme & Style“ im Schlosspark, die „Lovely Heroes“ - Fahrzeuge der Wirtschaftswunderzeit - und „Nostalgic Journeys“ begeisterte mit stimmungsvollen Einblicken. Die Sponsoren nutzten die weitläufige Bühne, um die eigene Historie auszubreiten. Allen voran Mercedes mit der eigenen Automobil- und Renngeschichte, Toyota mit besonderen historischen Fahrzeugen und auch Volkswagen. Die Wolfsburger stellten in Jüchen klassischen Mille Miglia Käfern den neuesten Beetle an die Seite. Die große Vielfalt in einem wunderbaren Setting machte die diesjährigen Classic Days abermals aus.

Doch wo viel Licht ist, gibt es auch Schatten. Verbesserungswürdig: die Freundlichkeit des engagierten Security-Personals, welches gleichgültig mit Nullwissen zu einzelnen Veranstaltungspunkten aufwartet. Hier sollten die Macher der Classic Days dringend optimieren, um sich den ehemals guten Ruf nicht selbst zu ramponieren. Schließlich reisen viele Besucher mittlerweile aus dem europäischen Ausland an, um ein möglichst angenehmes und stilvolles Wochenende zu verbringen. Wenn hier nachgebessert wird, hat im kommenden Jahr vielleicht sogar Petrus mit seinem Wetterprogramm eine Einsicht mit den Classic Days auf Schloss Dyck. Schön wäre es.

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Text & Fotos: Mathias Paulokat

http://www.classicdriver.com/de/article/classic-days-schloss-dyck-2011-r%C3%BCckblick
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